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Grüne fordern Abwasser-Pipeline direkt zur Nordsee

„Hamelner Erklärung“ gegen das Salz im Fluss

Hameln (git). Rund 20 Unterschriften standen am Ende unter dem Papier: Eine „Hamelner Erklärung“ wurde am Ende eines Treffens zum Thema Wesersalz verabschiedet, zu dem die Grünen eingeladen hatten. In der Petition wandten sich die Teilnehmer gegen eine weitere Einleitung salziger Abwässer in Weser und Werra. Ebenso sprachen sie sich gegen den geplanten Bau einer Pipeline der K+S Kali GmbH an die Oberweser aus. Sie fordern eine Abwasserleitung direkt zur Nordsee, es würde gelingen, über 500 Kilometer Flussverlauf von Werra und Weser weitgehend salzfrei zu bekommen.

veröffentlicht am 17.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 04:21 Uhr

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„Es wäre eine Katastrophe, wenn an der niedersächsischen Landesgrenze eine Weserpipeline gebaut würde“, sagte der grüne Landtagsabgeordnete Christian Meyer. Der Holzmindener hatte zu der öffentlichen Konferenz in Hameln eingeladen. Hameln ist die dritte Anrainerstadt, in der die Veranstaltungsreihe Station machte, weitere sollen folgen. „Wenn die Weserpipeline gebaut wird, bekommt Niedersachsen die gesamte Salzfracht quasi vor die Haustür gekippt“, sagt Meyer.

Vor der Veranstaltung im Expo-Café hatten Grünen-Politiker, darunter auch die Bundestagsabgeordneten Dorothea Steiner und Ute Koczy sowie die grünen Landtagskandidatinnen Anja Piel und Britta Kellermann, über der Weser ein Transparent entrollt. „Kein Salz in unsere Weser!“ war an der blauen Fußgängerbrücke zu lesen.

Am Abend richteten die Grünen-Politiker dann Kritik an die niedersächsische Landesregierung. Diese würde mit ihrer bisherigen „Verweigerungshaltung“ maßgeblich zum Missbrauch der Weser als Abwasserkanal beitragen.

In der Resolution fordern die Unterzeichner nun, die aktuellen K+S-Planungen zum Bau einer Leitung in die Oberweser zu stoppen. „Diese Rohrleitung begrenzt vielleicht die salzige Einleitung in die Werra – sie belastet die Weser jedoch nach wie vor und sorgt keineswegs dafür, dass aus unserer Weser wieder ein lebendiger Fluss wird“, so der Sprecher des Grünen-Kreisverbandes Hameln-Pyrmont, Michael Maxein.

Gefordert wird auch die Aufstellung eines „rechtsverbindlichen Maßnahmen- und Zeitplanes“ zwischen K+S und den Genehmigungsbehörden, um die Einleitung von Salzabwasser zu reduzieren. Die vom runden Tisch erarbeiteten Beschlüsse müssten ohne Abstriche umgesetzt werden. Dazu müsse K+S alle verfügbaren technischen Möglichkeiten zur Verringerung der Salzabfälle nutzen. Die nicht vermeidbaren Abwässer müssten durch eine Pipeline an einem ökologisch vertretbaren Ort direkt in die Nordsee geleitet werden.

Auch der am Abend anwesende Vertreter des örtlichen Sportfischerverein Wilhelm Wehrhahn, schloss sich der Hamelner Erklärung an. Zudem betonte er, der in jungen Jahren noch die „Badeanstalten“ in der Weser besucht hatte, die Wichtigkeit eines sauberen Flusses nicht nur für die Tiere und Pflanzen, sonder nicht zuletzt auch für die an ihm lebenden Menschen.

Grünen-Politiker entrollten ein Banner auf der Fußgängerbrücke.Fotos: pr



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