weather-image
Hilfsorganisation leistet medizinischen Einsatz auf der Karibikinsel

Hamelner engagieren sich in Haiti

Hameln/Haiti. Im Einsatz für die Ärmsten der Armen: Eine Gruppe der Hamelner Hilfsorganisation „Manmie Doune for Haiti“ ist derzeit auf Haiti unterwegs, um an verschiedenen Orten auf der Karibikinsel medizinische Hilfe zu leisten.

veröffentlicht am 08.02.2016 um 14:55 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:21 Uhr

270_008_7831140_hm104_Haiti_pr_0902.jpg

Autor:

Andreas Timphaus
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Hameln/Haiti. Im Einsatz für die Ärmsten der Armen: Eine Gruppe der Hamelner Hilfsorganisation „Manmie Doune for Haiti“ ist derzeit auf Haiti unterwegs, um an verschiedenen Orten auf der Karibikinsel medizinische Hilfe zu leisten. Das Team um die Anästhesistin und Chirurgin Dr. Barbara Michelmann, die Intensiv-Krankenschwester Michelle Möller und den Rettungsassistenten Bernhard Mandla teilt mit, dass der Aufenthalt bisher ein Erfolg sei. „Die erste Zwischenbilanz fällt positiver aus, als wir zu hoffen gewagt hatten. Nichts auf Haiti ändert sich so schnell wie die Situation“, berichtet Mandla. Der Einsatz sei anstrengend, aber aufgrund der erfahrenen Dankbarkeit seitens der Bevölkerung auch sehr motivierend.

Zunächst war das Team der 2013 in Hameln gegründeten Organisation in einer abgelegenen Missionstation in der Nähe der Stadt Arcahaie, etwa 50 Kilometer von der Hauptstadt Port-au-Prince entfernt, vor Ort. Die Mission verfügt über eine eigene Schule mit einer Gemeinschaftsküche, eine Kirche, ein Unterkunftsgebäude sowie eine kleine Klinik, in der eine haitianische Ärztin ihren Dienst tut. „Sie leistet hervorragende Arbeit“, urteilt Mandla. In der ersten Woche ihres Aufenthalts führte das Hamelner Team eine Reihe von chirurgischen Eingriffen durch. Kubanische Ärzte, die ehrenamtlich in der Klinik von Arcahaie arbeiten, baten Michelmann, Möller und Mandla, gemeinsam eine komplizierte Handoperation durchzuführen. „Ohne diese OP hätte der Patient innerhalb kürzester Zeit seine Hand verloren“, sagt Mandla. Auch ein EKG-Gerät aus den USA konnte wieder flottgemacht und anschließend der Klinik gespendet werden. Den Kubanern stellte die Hilfsorganisation anschließend chirurgische Instrumente zur Verfügung, die bislang in der Klinik nicht vorhanden waren.

Auch in der Mission war Hilfe gefragt. Dort versorgte das Team Wunden, die sich in einem hygienischen Zustand befanden, den es laut Mandla in dieser Form in Deutschland niemals gegeben hätte.

Der 53-Jährige berichtet, dass besonders jene Eindrücke bedrückend gewesen seien, die sie in einer kirchlich geführten Bergklinik in Cazale sammelten. In der Klinik werden vor allem an Cholera und schwer chronisch erkrankte Kleinkinder behandelt. „Wir haben der Klinik gespendete Vitamin-Präparate sowie medizinische Utensilien für Kindernotfälle geschenkt“, erzählt Mandla.

Der dritte Abschnitt der Reise führte das Team zurück in die Hauptstadt Port-au-Prince. Dort arbeiten die Helfer im Stadtteil Delmas in einer kleinen Klinik, die von einer befreundeten Organisation unter der Leitung von Dr. Ken Taylor ehrenamtlich betrieben wird. Dort operiert Michelmann unter Assistenz von Möller mehrere hilfsbedürftige Menschen.

Gleichzeitig arbeitet das Hamelner Team auf der Karibikinsel am Aufbau eines kostenlosen Rettungsdienstes mit. „Hier und jetzt werden haitianische Sanitäter von ausländischen Paramedics ausgebildet, um später den Rettungsdienst in Eigenregie durchführen zu können“, sagt Mandla, der in diesem Bereich aufgrund seiner Kenntnisse besonders eingebunden wird.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt