weather-image
22°
Zentrale Vollstreckung ab 2013 in Goslar / Heimischer Standort verliert „ein bis zwei Stellen“

Hameln unterliegt im Wettstreit der Gerichte

Hameln (CK). Dr. Herbert Seutemann war zunächst völlig überrascht: Die Nachricht, dass Goslar ab 2013 Sitz des zentralen Vollstreckungsgerichts sein soll, war beim Direktor des Hamelner Amtsgerichts noch nicht angekommen – er erfuhr von der Entscheidung erst durch die Dewezet.

veröffentlicht am 03.11.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 17:41 Uhr

270_008_4921425_hm305_0211.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

In diesem Gericht werden die Daten von Schuldnern aus ganz Niedersachsen elektronisch gespeichert, und diese Speicherung der Vermögens- und Schuldnerverzeichnisse erleichtert nach den Worten von Justizminister Bernd Busemann vor allem den einzelnen Gerichtsvollziehern ihre Arbeit.

Insgesamt 28 Gerichte aus Niedersachsen hatten sich um den Sitz des zentralen Vollstreckungsgerichts beworben, darunter auch das Amtsgericht Hameln. Doch die Rattenfängerstadt kam – anders als etwa Uelzen oder Westerstede – nicht einmal in die engere Wahl. „In Wirklichkeit haben wir uns keine großen Hoffnungen gemacht“, sagt Seutemann. Und das hat vor allem Platzgründe: Denn nach seinen Worten wäre es nicht möglich gewesen, im Falle einer Zusage das Vollstreckungsgericht mit in den Räumen der Justizbehörden unterzubringen. Vielmehr hätte das Amtsgericht in diesem Fall eine Kooperation mit dem Finanzamt eingehen müssen, um Kapazitäten zu schaffen.

Ohne Richter und Rechtspfleger beinhaltet das Vollstreckungsgericht etwa 10 bis 15 Vollzeitstellen; durch die Entscheidung für Goslar wird Hameln nach seiner Einschätzung „ein bis zwei Stellen verlieren“. Seutemann kann dem Ganzen dennoch etwas Positives abgewinnen: „Viel wichtiger war, dass der Vorschlag, die Insolvenzgerichte am Standort der Landesgerichte zu etablieren, vom Tisch ist, Hameln weiterhin diese Einrichtung behalten darf.“ Auch für das Mahngericht – es ging letztlich nach Uelzen – hatte Hameln übrigens nach seinen Worten ein gutes Angebot abgegeben, aber: „Das war eine politische Entscheidung.“

Das Amtsgericht Hameln: Im Wettbewerb um das zentrale Vollstreckungsgericht chancenlos. Foto: Dana



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt