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Vorstoß von Westfalen Weser läuft ins Leere

Hameln sucht keinen Partner für die Stadtwerke

Hameln/Paderborn. Für die Stadt Hameln ist eine Beteiligung des Paderborner Netzbetreibers Westfalen Weser Energie (WWE) an ihrer 100-prozentigen Tochter Stadtwerke GmbH kein Thema. Das sagte Oberbürgermeister Claudio Griese auf Nachfrage. Die WWE hatte in der letzten Woche eine Beteiligung ins Gespräch gebracht.

veröffentlicht am 07.03.2016 um 16:44 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 16:41 Uhr

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Autor:

von Thomas Thimm
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„Die Verwaltung sucht keinen Partner für die Stadtwerke. Und im politischen Raum sehe ich auch keine Ansätze, dass so etwas überlegt wird“, so Griese wörtlich.

WWE-Geschäftsführer Stephan Nahrath hatte in der letzten Woche während einer Pressekonferenz eine Beteiligung an dem städtischen Konkurrenzunternehmen ins Spiel gebracht. Nahrath hatte dabei gesagt, dass „in Kürze“ diesbezügliche Gespräche zwischen den Unternehmen stattfinden sollten. Stadtwerke-Chefin Susanne Treptow reagierte überrascht: „Wir haben lediglich eine Anfrage erhalten, ob wir in Kooperationsgespräche treten wollen. Solche Gespräche führen wir gerne. Doch Kooperationsgespräche sind etwas anderes als Beteiligungsgespräche. Für Beteiligungsanfragen wäre die Stadt Hameln als alleiniger Eigentümer Ansprechpartner.“

Hamelns Oberbürgermeister Griese gibt sich ebenfalls eher verwundert: „Westfalen Weser möchte der Stadt Hameln lediglich seine aktuelle Strategie vorstellen. Eine Beteiligungsanfrage von Westfalen Weser an uns gibt es nicht.“ Darüber hinaus sagt Griese: „Ich kann mir keinen neuen Partner für die Stadtwerke vorstellen. Warum sollte die Stadt Anteile von einem erfolgreichen Unternehmen abgeben? Das Thema ist eigentlich vom Tisch.“

Die beiden Unternehmen WWE und Stadtwerke sind seit einigen Jahren wegen verschiedener Stromnetze zerstritten und teilweise sogar vor Gericht gelandet. Eine Beteiligung würde eine völlige Neuentwicklung zwischen den Kontrahenten bedeuten. Nahrath, seit gut 100 Tagen WWE-Geschäftsführer, begründete seinen Vorstoß damit, dass WWE „anders als früher Eon die harten, verkrusteten Fronten aufbrechen“ wolle. Westfalen Weser ist einst aus Eon hervorgegangen: Der Düsseldorfer Riese war nach der Atomwende unter Druck geraten und hatte im Jahr 2013 seine Mehrheitsanteile an der damaligen Eon Westfalen Weser an kommunale Anteilseigner verkauft. WWE betreibt Strom- und Gasnetze in Ostwestfalen und im Weserbergland. WWE selbst hat 48 kommunale Gesellschafter – und ist seit Jahren an den Stadtwerken in Hessisch Oldendorf, Bad Driburg, Lage, Detmold, Porta Westfalica und Schaumburg-Lippe beteiligt.



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