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Was an der Musical-Inszenierung aus Fulda verändert wurde / Morgen ist Premiere mit Sabrina Weckerlin

Hameln rüstet sich für neue „Päpstin“

Hameln. Hinter den Kulissen des Theaters geht’s seit Montag rund: Unter Hochdruck wird dort für „Päpstin“ gerackert, werden tonnenweise Container mit technischem Equipment ausgepackt, Licht und Ton installiert und aufwendige Bühneninstallationen samt Drehscheibe aufgebaut. Alles muss wie am Schnürchen klappen, wenn sich morgen um 19.30 Uhr der Premierenvorhang hebt. 15 Techniker, zwei Kostümschneider, 11 Dresser und drei Maskenbildner, 24 Kinder- und sechs Laiendarsteller begleiten das 30-köpfige Ensemble aus Fulda, das Hameln bis Mitte September wieder zur Musical-Stadt macht.

veröffentlicht am 04.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 05:41 Uhr

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Autor:

Karin Rohr
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Die Erfolgsgeschichte von 2012 wird fortgesetzt. Auch diesmal gibt es an vielen Tagen wieder zwei Vorstellungen. Knochenarbeit für alle Beteiligten. Die Premiere ist fast ausverkauft: „Es gibt nur noch etwa 50 Karten“, sagt HMT-Chef Harald Wanger und verspricht: „Die After-Show-Party im Anschluss soll so glanzvoll wie im letzten Jahr werden – mit allem Drum und Dran und Stars zum Anfassen.“ Die werden sich nämlich nach der Aufführung wieder unter das Publikum mischen und ganz entspannt mitfeiern.

Alle, die bereits PremierenKarten ergattert haben, können sich freuen – auf eine neue „Päpstin“. Nicht völlig neu, versteht sich, aber die Inszenierung wurde gründlich überarbeitet: „Die Übergänge sind gestrafft worden, das Stück hat an Tempo gewonnen, der Sound ist noch wärmer und saftiger geworden“, listet Chefdramaturg Christoph Jilo auf. Das Bühnengeschehen setze noch stärker auf Emotionen. Eindringlicher und prägnanter sollen auch die Massenszenen ausfallen: „Wir haben zusätzlich Statisten eingestellt“, sagt Jilo. Vor allem aber ist die Liebesgeschichte zwischen Johanna und Gerold weiterentwickelt worden: „Es gibt einen neuen Dialog, der die körperliche Beziehung der beiden thematisiert, nachdem Johanna bereits Päpstin ist“, erklärt der Dramaturg. Für Jilo eine elementare Änderung: Die zusätzliche Textpassage sei wichtig, um die Schwangerschaft der Päpstin nachvollziehbarer zu machen.

In anderen Szenen wurden nur Nuancen verändert: „Die fallen vermutlich gar nicht groß auf“, meint Jilo. Anders sieht es da schon bei zwei neuen Figuren aus, die dem Geschehene mehr Nachdruck verleihen: Es handelt sich dabei um zwei Statuen, die aus ihrer Perspektive den Niedergang Roms symbolkräftig sichtbar machen.

Auch der Vater-Sohn-Konflikt zwischen Arsenius und Anastasius spitzt sich hochdramatisch zu: „Die Charaktere wurden geschärft“, erzählt Jilo. Der Zwist zwischen Vater und Sohn nimmt Fahrt auf und wird zu einem echten Machtkampf: „Wenn Anastasius am Ende dem Vater die Gefolgschaft verweigert, ist er jetzt der stärkere Charakter.“

Man darf gespannt sein. Auch auf die Neu- und Umbesetzungen. Klar, Sabrina Weckerlin wird mit ihrer unglaublichen Stimme der „Päpstin“ bei der Premiere wieder Gesicht und Substanz geben. Aber diesmal werden in einigen Aufführungen auch Sophie Berner und Anke Fiedler in die Titelrolle schlüpfen. Ein Wiedersehen gibt es mit Frank Bahrenberg: Der Schauspieler und Sänger, der vor Jahren schon im heimischen „Rats“-Musical als undankbarer Bürgermeister glänzte, spielt jetzt im „Päpstin“-Musical den Arsenius. Nur ein einziges Mal wird er in Hameln auf der Bühne stehen: am Sonntag, 8. September, um 14.30 Uhr.

Wieder mit von der Partie sind die kleinen Musical-Stars aus der Region: die Kinderdarsteller der vergangenen Spielzeit. „Das sind ja mittlerweile erfahrene ,Profis’“, lobt Dramaturg Jilo: „Nach den vielen Vorstellungen, die sie alle gespielt haben, muss man die Arbeit aus dem Vorjahr nur auffrischen. Die Kinder waren durch die Bank klasse.“ Zu den kleinen Johannas vom letzten Jahr, die auch diesmal auf der Bühne des Hamelner Theaters stehen, zählt Joelle Keuneke (11) aus Bad Pyrmont: „Ich freue mich, dass ich bald wieder die Johanna spielen kann“, sagt sie. Mitschüler, Freunde und Lehrer wollen ihre Aufführungen besuchen.

Die weiteren kleinen „Päpstin“-Stars 2013 heißen: Sina Marie Dieckhoff, Luna Schubert und Janne Rohrbach, die sich die Rolle der kleinen Johanna teilen, Tom Reimann, Daniel Leon Schicksnus und Tim Schubert, die den kleinen Johannes verkörpern, sowie die Klosterschüler Felix Behling, Marvin Behling, Klaas Budde, Nils Henning Clajus, Luca Carl Clajus, Lukas Feldkord, Nicholas Guse, Vincent John, Pascal Nolte, Jonas Petersen, Jakob Thome Pohle, Jannis Stolze, Hendrik Wollenberg, Sören Treder und Paul Dieckhoff.

Karten für die Aufführungen gibt’s im Dewezet-Ticketshop, Telefon 05151/200-888, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und im Infocenter Hameln.

Unter Hochdruck wird seit Montag hinter den Kulissen des Hamelner Theaters für die „Päpstin“ gearbeitet: Bis zur morgigen Premiere muss die aufwendige Technik mit der spektakulären Drehbühne installiert sein.

Dana



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