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Bedauern, Frust und viele offene Fragen

Hameln redet mit: Türkische und deutsche Leser diskutieren

HAMELN. Es besteht Redebedarf. Dies wurde am Montagabend im Café der Sumpfblume deutlich. Dorthin hatte die Dewezet-Redaktion unter dem Stichwort „Türkei“ zu einer Gesprächsrunde geladen. Rund 20 Leser nahmen die Einladung an, um sich in zwangloser Runde über die Stimmung auszutauschen, die zurzeit zwischen Deutschtürken und Deutschen herrscht.

veröffentlicht am 22.08.2017 um 15:46 Uhr
aktualisiert am 22.08.2017 um 17:10 Uhr

Philipp Killmann

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Reporter zur Autorenseite

Der Gesprächsrunde vorangegangen war ein Dewezet-Bericht, der davon handeln sollte, was die allgegenwärtige kritische deutsche Berichterstattung über die politische Entwicklung in der Türkei mit ihnen macht und weshalb sich Deutschtürken für die Politik des türkischen Staatspräsidenten Erdogans begeistern. Letzteres ist für viele Deutsche nur schwer nachzuvollziehen, wie sich auch an diesem Abend zeigte. Wie könnten deutsche Staatsbürger, die hier alle Rechte einer Demokratie genössen, reinen Gewissens die vermeintlich undemokratische Politik Erdogans befürworten, fragte ein Leser in Richtung der türkischen Besucher.

Doch Antworten wurden an diesem Abend nicht gefunden. Stattdessen äußerte sich beispielsweise Bedauern darüber, dass sich das zwischenmenschliche Verhältnis zwischen Deutschen und Deutschtürken im Zuge der außenpolitischen Spannungen zwischen Deutschland und der Türkei tatsächlich verschlechtert habe. Aus anderen sprach der Frust über die Versäumnisse der deutschen Gesellschaft in der Vergangenheit im Umgang mit den türkischen Gastarbeitern und den nachfolgenden Generationen, die bis heute nachwirken würden. Das Themenfeld war zu groß, um es in einer Stunde abwickeln zu können, sodass die mitunter hoch emotional geführten Gespräche im Anschluss an die Veranstaltung in kleineren Gruppen noch fortgesetzt und der Wunsch nach weiteren Gesprächsrunden dieser Art geäußert wurde.

Weiter diskutiert werden kann auch in der Dewezet-Facebook-Gruppe „Hameln redet mit“. Zum Thema „Türkei“, aber auch zu vielen anderen Themen, welche die Hamelner beschäftigen.



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