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Preis liegt bei rund 50 Millionen Euro – Käufer will alle Mitarbeiter übernehmen

Hameln Pharma an Schweizer Konzern verkauft

Hameln. Das Traditionsunternehmen Hameln Pharma ist für rund 50 Millionen Euro an den Schweizer Siegfried-Konzern verkauft worden. Die Eidgenossen übernehmen die Hameln Pharma mit den Gesellschaften Hameln Pharmaceuticals und Hameln RDS. Davon betroffen sind rund 500 Mitarbeiter. Die Schweizer Geschäftsführung erklärte am Wochenende: „Siegfried wird alle übernehmen.“ Bislang haben die Schweizer rund 920 Beschäftigte.

veröffentlicht am 01.12.2014 um 10:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 22:21 Uhr

Ein Blick in die Sterilfertigung der Hameln Group. Ein Großteil des Unternehmens ist verkauft worden. Dana
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Hameln. Das Traditionsunternehmen Hameln Pharma ist für rund 50 Millionen Euro an den Schweizer Siegfried-Konzern verkauft worden. Die Eidgenossen übernehmen die Hameln Pharma mit den Gesellschaften Hameln Pharmaceuticals und Hameln RDS. Davon betroffen sind rund 500 Mitarbeiter. Die Schweizer Geschäftsführung erklärte am Wochenende: „Siegfried wird alle übernehmen.“ Bislang haben die Schweizer rund 920 Beschäftigte.
 Die von Siegfried gekauften Unternehmen waren bislang Teil der privat gehaltenen Hameln Group. Diese habe, so sagte Hameln-Group-Inhaber Christoph Kerstein gestern dieser Zeitung, den strategischen Entschluss gefasst, „sich auf ihre Kernkompetenzen in der Vermarktung und im Vertrieb von Krankenhausprodukten zu konzentrieren und diesen Geschäftsbereich auszubauen“. Auch der Forschungs- und Entwicklungsstandort in der Slowakei verbleibt bei der Hameln Group.
 In der Pharmabranche tobt seit Längerem ein verschärfter Wettbewerbskampf, der in einen internationalen Konzentrationsprozess mit zahlreichen Firmenübernahmen gemündet ist. Der in der 50 Kilometer von Basel entfernten Kleinstadt Zofingen ansässige Pharmazulieferer Siegfried verstärkt sich nun mit dem Hamelner Zukauf in dem Geschäftsfeld der Entwicklung und Fertigung von sterilen flüssigen Darreichungsformen. Siegfried-Konzernchef Rudolf Hanko sagt: „Unsere Branche befindet sich in einem verschärften Konsolidierungsprozess. Siegfried will und wird dabei eine aktive Rolle spielen.“ Deshalb habe man auch den Zukauf des Pharmaspezialisten in Hameln getätigt. Hanko: „Das Familienunternehmen Hameln Pharma mit einer über 100-jährigen Geschichte fügt sich nicht nur technisch, sondern auch kulturell hervorragend in die Siegfried-Gruppe ein, welche im letzten Jahr ihr 140 Jahr-Jubiläum feiern konnte. Der neue Standort ergänzt unsere Aktivitäten auf dem Feld der sterilen Abfüllung entscheidend.“ Die Siegfried-Gruppe mit Standorten in der Schweiz, den USA und auf Malta stellt selbst pharmazeutische Substanzen und Medikamente her. Im Geschäftsjahr 2013 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von umgerechnet rund 312 Millionen Euro. Die Geschäfte entwickelten sich zuletzt allerdings nicht gradlinig. Die Entwicklung des Dollar-Kurses und der Rohstoffpreise habe die Siegfried-Gruppe ausgebremst, berichtet die Züricher „Handelszeitung“. Der Umsatz sei leicht zurückgegangen, dafür sei aber der Gewinn, die Margen vor und auch nach Steuern und Abschreibungen gestiegen.



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