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„Rattenfängerquilter“ präsentieren die Arbeiten der letzten fünf Jahre

Hameln in kleinen Einzelteilen

Hameln (ohm). Omas alter Bettbezug mit Monogramm oder die abgetragenen Sakkos, des Ehemanns – all das lande häufig im Altkleidersack. Die „Rattenfängerquilter“ in Hameln zaubern daraus jedoch neue Schätze. „Wir machen aus alten Stoffstücken Kunst für jeden Tag“, erklärt Christa Kritidis, ein Gründungsmitglied der „Rattenfängerquilter“.

veröffentlicht am 10.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 06:21 Uhr

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Selbst nach 20 Jahren ist die Faszination laut Kritidis noch genauso groß wie am Anfang. „Es lässt einen einfach nicht mehr los“, stimmt Gerda Dirumdam ihrer Mit-Quilterin zu. Es sei wie ein Virus – einmal infiziert, nie mehr kuriert. Dafür sprechen auch die Zahlen: Über zehn der 40 Quilterinnen sind seit 1991 dabei. Was damals aus einem Volkshochschulkurs heraus entstanden ist, lockt auch heute noch viele Interessenten. „Jedes Jahr bekommen wir ein bis zwei neue Mitglieder“, so Kritidis. Einmal im Monat treffen sie sich, um Ideen auszutauschen, über Stoffe zu diskutieren und sich bei Kaffee und Kuchen zu unterhalten. Wer das jetzt für ein Kaffeekränzchen unter Rentnerinnen hält, der irrt: Zwischen 30 und 80 ist jede Altersgruppe vertreten.

„Es geht nicht nur ums Quilten, sondern auch um die Gemeinschaft“, erzählt Kritidis und zeigt dabei auf das Round Robin mit dem Namen „Toskana“. Dieser Gemeinschaftsquilt stellt die Toskana mit Zypressen und sommerlichen Farben dar und wurde von sieben Quilterinnen erarbeitet. Wie bei einem Round Robin üblich, hatten sie sich auf einen Themenblock geeinigt, verschiedene Stoffe zu diesem Block in den Projektkasten gelegt und das Ganze dann durch eigene Stoffe ergänzt. Daraus nähten die Frauen jeweils vier bis sechs Blöcke, die zu „Toskana“ zusammengenäht wurden.

Der Quilt „Toskana“ ist jedoch nicht das einzige schöne Stück, das Besucher in der Ausstellung der „Rattenfängerquilter“ seit Samstag in den Räumen der Volkshochschule bewundern können: Ein riesengroßer Stadtplan von Hameln und das Motiv des Rattenfängers ziehen schon jetzt viele Blicke auf sich. Bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen können Besucher dann im lila Salon Platz nehmen, Lose für die Tombola kaufen oder einfach nur die Ausstellungsstücke bewundern.

Und bei dem Ganzen geht es auch noch um einen guten Zweck, denn sowohl die Erlöse von Kaffee und Kuchen als auch die von der Tombola gehen zu gleichen Teilen an das Kinderhospiz in Löwensen und die Kindertafel Hameln.



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