weather-image
23°

Pharmaunternehmen schreibt wieder schwarze Zahlen / US-Behörde prüft Zulassungen

hameln group mit vollen Auftragsbüchern

Hameln (wft). Nach einem schwachen Geschäftsjahr 2010 hat das Pharma-Unternehmen hameln group wieder Tritt gefasst und mit einem Gewinn von 700 000 Euro im vergangenen Jahr schwarze Zahlen geschrieben. Der Umsatz blieb mit 72,5 Millionen Euro hinter dem Rekordjahr 2009 zurück, doch erwartet das Familienunternehmen in diesem Jahr eine Umsatzsteigerung von 18 bis 20 Prozent auf mehr als 80 Millionen Euro.

veröffentlicht am 14.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 04:41 Uhr

270_008_5564334_hm303_1406.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Den Schlüssel zum Erfolg sieht der Geschäftsführende Gesellschafter Christoph Kerstein darin, „dass es uns gelungen ist, den Kern unserer Strategie – das Miteinander – auch in die operative Breite unserer Unternehmen zu tragen und dadurch die Synergien innerhalb unseres Unternehmensverbundes stärker auszunutzen“. Dadurch sei die Effizienz in allen Bereichen des Unternehmens „signifikant“ gesteigert worden. Vor allem doppelte Aufwendungen seien in der hameln group „konsequent abgestellt und unsere Kapazitäten deutlich besser ausgelastet worden“. Es sei der Erfolg der „Konzentration auf unsere Kernaufgabe gewesen, die Produktion“.

Nach Darstellung von Kerstein wurde der Vertrieb neu strukturiert und damit erreicht, dass die Auftragsbücher derzeit voll seien und „anspruchsvolle Kunden in anspruchsvollen Märkten“ beliefert würden. Die hameln group selbst versorgt vor allem Kliniken und ist in 35 Ländern mit ihren Produkten zugelassen. Derzeit werde beispielsweise der Markteintritt in Israel und Neuseeland vorbereitet, wie Kerstein berichtete. Allein in Deutschland gehören rund 500 Krankenhäuser zum Kundenkreis der hameln group, die inzwischen 650 Mitarbeiter beschäftigt. Erstmals hat das Pharmaunternehmen mit dem Schmerzmittel Piritramid ein eigenes Produkt auf den Markt gebracht, das ohne externe Fremdleistung entwickelt und produziert wurde und selbst vermarktet wird.

Mit dem kompletten Umbau der alten Sterilfabrik soll das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte 2012 neue Verpackungsmaschinen und eine neue Ampullenlinie erhalten, mit denen die Leistungsfähigkeit des jetzt schon im Dreischichtbetrieb arbeitenden Unternehmens, das auch den Samstag und zeitweise auch den Sonntag zur Produktion nutzt, weiter gesteigert werden. Dazu wurden im vergangenen Jahr und im Jahr 2012 etwas mehr als fünf Millionen Euro investiert. Ziel sei es, in diesem Jahr rund 150 000 Stück Medikamente herzustellen und diese Zahl in naher Zukunft durch eine „bessere Nutzung der maschinellen und personellen Ressourcen“ auf 200 000 zu erhöhen. Im vergangenen Jahr hatte der Ausstoß rund 120 000 Stück betragen. Ein Drittel davon wurde für eigene Marken hergestellt, zwei Drittel im Auftrag fremder Firmen.

Derzeit prüft die amerikanische Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) in Hameln die Zulassung von drei Medikamenten der hameln group für den US-Markt. Hintergrund der Bemühungen des Unternehmens um diesen Markt ist auch die Tatsache, dass die FDA mehreren US-Pharmafirmen die Produktionserlaubnis für einige Medikamente entzogen hat, weil offenbar wegen zu geringer Gewinnmargen Auflagen der Behörde nicht erfüllt worden waren. Obwohl es sich dabei um Produkte im Billigbereich von weniger als einem Euro handelt, hält Kerstein sie für interessant genug für die hameln group, weil sie von großer Bedeutung in einer Operationskette seien. „Wenn man dann 33 statt nur 30 Cent pro Medikament erlöst, ist das auch eine Steigerung von zehn Prozent“, meinte Kerstein.

Das Unternehmen hameln group erwartet in diesem Jahr eine Umsatzsteigerung von 18 bis 20 Prozent.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?