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Ergebnis des Diesel-Gipfels: Stadt bekommt Förderbescheid

Hameln erhält 190 000 Euro für bessere Luft

HAMELN/BERLIN. Hameln profitiert von dem Ergebnis des Diesel-Gipfels: Sie erhielt am Mittwoch einen Förderbescheid über 190 000 Euro. „Mit diesem Betrag soll ein Masterplan entwickelt werden“, teilt Stadtsprecher Thomas Wahmes mit. Inhaltlich geht es darin um eine nachhaltigere und emissionsärmere Mobilität in Hameln.

veröffentlicht am 20.12.2017 um 17:32 Uhr
aktualisiert am 20.12.2017 um 18:24 Uhr

Tempo 30 für die Deisterstraße konnte sich in der Politik nicht durchsetzen. Jetzt will die Stadt mit den Fördermitteln einen „Masterplan“ für die Luftverbesserung entwickeln. Foto: Dana

Experten sollen nun konkrete Vorschläge zur Luftverbesserung erarbeiten. Der Förderbescheid war einer von insgesamt 60, die Christian Schmidt, der geschäftsführender Bundesminister für Verkehr, für die Entwicklung kommunaler Masterpläne an die Vertreter der begünstigen Städte überreicht. Damit können die Kommunen nach den Worten des Ministers jetzt passgenaue Pläne für bessere Luftqualität ausarbeiten. Als Beispiele für mögliche Projekte nennt das Ministerium die Vernetzung von Verkehrsträgern, Radverkehrsförderung und urbaner Logistik. Das Paket für die Städte umfasst insgesamt rund 12 Millionen Euro. Das Bundesverkehrsministerium übernimmt die gesamten Kosten.

„Mit unseren Förderbescheiden treiben wir die Umsetzung unseres ‚Sofortprogramms Saubere Luft‘ voran“, wird Minister Schmidt zitiert. „Wir leisten schnelle und unbürokratische Hilfe für die Kommunen.“

In Hameln ist insbesondere die Deisterstraße von hohen Stickoxidwerten betroffen. Die Stadtverwaltung hofft nach eigenem Bekunden, mithilfe des nun zu entwickelnden Masterplans die Schadstoffwerte reduzieren zu können. Dies gelte für die Deisterstraße in der Kernstadt, aber auch für andere stark belastete Hauptverkehrsachsen in Hameln.

Im Sommer war die Teilnahme an einem Modellversuch des Landes Niedersachsen für Tempo 30 auf der Deisterstraße politisch gescheitert. Im Rat der Stadt Hameln hatte sich dafür keine Mehrheit finden können.

Die Gegner argumentierten, dass ein Tempolimit den Schadstoffausstoß nicht zwingend reduzieren würde. Außerdem könne auf der Deisterstraße zu den Stoßzeiten schon jetzt kaum schneller als 30 Stundenkilometer gefahren werden.red/pk

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