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Debatte um Müll und Dreck / Aden: „Sehr saubere, gepflegte und grüne Stadt“

Hameln – ein „Moloch“?

HAMELN. Die Müllecken in der Stadt: ein Thema, das seit langem und immer wieder auf den Tagesordnungen der politischen Gremien landet – und sowohl für emotionale als auch kontroverse Debatten sorgt. Einfach gesagt: Die einen meinen, Hameln sei sauber genug; die anderen werden nicht müde, immer und immer wieder verdreckte Stellen in der Stadt anzumahnen.

veröffentlicht am 08.08.2017 um 15:10 Uhr

In der Koppenstraße liegt ein Gelber Sack neben einem Mülleimer. Foto: Dana
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Manfred Voges, Ratsherr der „Unhabhängigen“ (DU), hielt der Verwaltung in der jüngsten Fachausschusssitzung gleich mehrere eigens fotografierte Bildern mit vermüllten Ecken vor die Nase. Was die Gehweg- und Gossenreinigung in Hameln anbetreffe, so passiere in manchen Straßen nicht sehr viel, ist Voges überzeugt. Zur Sprache kam ein Bericht der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der Fraktion CDU/DU/UFB. Die Antworten aus dem Rathaus gingen auch Gerhard Paschwitz (CDU) nicht weit genug. Innerhalb der letzten zwei Jahre habe sich nicht viel verändert im Hinblick auf die Straßenreinigung der Stadt, so Paschwitz. „Es gibt deutliche Unterschiede zwischen Aktenlage und Realität“, sagte er mit Blick auf den Verwaltungsbericht. An etliche Stellen liege die Sauberkeit der Stadt im Argen.

Das wiederum wollte Hermann Aden nicht so stehen lassen. Der Erste Stadtrat ist überzeugt, dass Hameln eine „sehr saubere, gepflegte und grüne“ Stadt ist. „Es wird alles so dargestellt, als wäre Hameln ein Moloch“, so Aden. Er brach eine Lanze für die Mitarbeiter der Stadtreinigung. Denn: Sie würden bei Regen und bei Hitze draußen arbeiten; und dann würden sie auch noch beschimpft. Bei den Diskussionen um den Müll hätten Hamelns Bürger inzwischen „den Eindruck, da sitzen nur Deppen“, wurde Aden deutlich. Gewiss liege es nicht am Personal. Die Stadt suche jedes Jahr händeringend nach Saisonkräften, die insbesondere in den Sommermonaten aushelfen. Doch willige Mitarbeiter ließen sich nur schwer finden. Derzeit habe der Bauhof sechs dieser Saisonstellen gar nicht besetzen können.

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