weather-image
16°
Flashmob-Aktion bei McDonald’s: 350 Jugendliche in 20 Minuten bedient

Hamburger und Cola gab’s im Akkord

„Flashmob“bei McDonald’s: Die vielen Kunden und ihre Wünsche konnten den Fast-Food-Anbieter nicht aus der Ruhe bringen. In 20 Minuten war der Spuk vorbei. Foto: gro

veröffentlicht am 05.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 03:41 Uhr

270_008_4086353_hm201_0604.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Hameln (gro). „Flashmob“ heißt das Zauberwort, welches Jugendliche aus allen Himmelsrichtungen zu außergewöhnlichen Aktivitäten zusammen bringt, und das in kürzester Zeit. So geschehen in Hameln am Sonnabend im McDonald’s Drive. Über E-Mail, SMS, Telefon und Inertnet-Aufruf sowie Mund-zu-Mund-Propaganda haben sich dort 350 Jugendliche getroffen. Sie wollen die Filiale des Fast-Food-Anbieters mit einer großen Bestellung in Verlegenheit bringen und dabei Spaß haben. Um es vorweg zu nehmen: letzteres gelang, ersteres nicht.

Um 17 Uhr treffen sich die Jugendlichen auf dem Parkplatz des Penny-Marktes: Sevil Kobak nimmt die Bestellungen der anderen auf. Da nach ihrer Kenntnis der zu „stürmende“ Fast-Food-Anbieter“ aber schon Wind von der Aktion bekommen hat, wird die Bestellung vieler Teilnehmer schnell abgeändert. Auch die Polizei erscheint mit einem Streifenwagen. Sie hat von „einer Aktion hier“ Kenntnis erhalten und will nur nach dem Rechten schauen. Die Rechtshüter beziehen gegenüber von McDonald’s Position, „um alles gut im Auge zu haben.“

Alles ging rasend schnell

Ein Beobachter ist auch Torben Friedrich aus Coppenbrügge. Er will vor Ort im Internet-Portal von dem Flashmob in Hameln berichten: „Das Event wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen“, sagt er. Voller Spannung erwartet Ann-Kathrin Brinkmann aus Herkensen den Beginn der Aktion. „Ich denke, die da drinnen werden ganz schön gehetzt und genervt werden und schaffen es nicht.“

18 Uhr: Es geht los. Sevil Kobak betritt den Schnellimbiss, im Rücken nur einen Teil der 350 Jugendlichen, eben nur die, die in den Raum passten. „Ich bestelle: 87 Cheeseburger, 26 Hamburger, 15 kleine Cola und 301 Chickenburger“, sagt sie laut und vernehmlich für alle und legt das Geld neben die Kasse, unterstützt von einem Riesenfreudengeschrei der Jugendlichen und dem Gesang: „Wir haben Hunger, Hunger und wir haben Durst.“ Während das Personal nun ins „Rudern“ kommt, zählen gleich mehrere Kassierer die Zahlungsmittel: Scheine, 2-Euro-, 1-Euro-Münzen, 50er-, 20er-, 10er-Scheine und jede Menge 5er, 2er und 1-Cent-Münzen. Nach gut 20 Minuten ist alles geschafft. Die Jugendlichen haben ihre Bestellungen erhalten und die Kassierer die Münzen gezählt.

„Das war uns schon eine Woche lang bekannt. Gehofft haben wir auf die Aktion, aber geglaubt haben wir an sie nicht,“ sagt Filialleiterin Vera Strauch. Alle im Betrieb hätten sich auf diese Herausforderung gefreut und letztendlich hätten nun alle ihren Spaß gehabt.

Teilnehmer Benjamin Perkin lobend: „Es ging schneller, als ich dachte.“ Und Theresa Wieneke: „Einfach geil, aber eigentlich sinnlos.“ Das Fazit der Initiatorin Sevil Kobak: „Eigentlich waren bis zu 800 Teilnehmer geplant. Dennoch, dass so viele teilnehmen hätte ich nicht geglaubt. Und McDonald’s – gute Arbeit des Personals.“

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare