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Linckeweg sonst für Feuerwehr zu schmal / Unterschriftenliste an Paschwitz

Halteverbot empört Anwohner

Hameln (CK). Der Linckeweg ist zwar nur eine kleine Straße in der Nordstadt, doch dort gehen die Anwohner jetzt auf die Barrikaden: Sie wenden sich gegen eine Maßnahme der Stadt Hameln, mit der sie sich in ihrer Mobilität eingeschränkt fühlen.

veröffentlicht am 07.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 21:21 Uhr

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In den letzten Wochen waren am Linckeweg – offenbar auf behördliche Anordnung – beidseits der Fahrbahn Schilder aufgestellt worden, mit denen ein absolutes Halteverbot gekennzeichnet wird. Das aber wollen die Anwohner nicht hinnehmen. Die ehemalige Ratsfrau Ute Paeschke (CDU) hat deshalb Unterschriften bei ihren Nachbarn gesammelt und an Gerd Paschwitz weitergegeben mit der Bitte, er möge sich in seiner Funktion als aktives Ratsmitglied dafür einsetzen, dass hier etwas geändert wird.

Paeschke zur Begründung: „Seit mehr als 30 Jahren wird die alte Verkehrssituation mit eingeschränktem Halteverbot von allen Verkehrsteilnehmern akzeptiert. Die ausgewiesene 30-Zone sorgte bisher für eine gewisse Beruhigung des Verkehrs.“ Damit aber, so beklagt sie, sei es nun vorbei. Aufgrund der Neubeschilderung hätte der Durchgangsverkehr nunmehr freie Fahrt – „spielende Kinder und Senioren als Anwohner sind nun besonders gefährdet“, glaubt sie.

Kommt hinzu: Nach der Neubeschilderung könnten Anwohner überhaupt nicht mehr vor ihren Häusern halten, beklagt die Christdemokratin. Auch Pflegedienste oder aber Handwerker dürften ihre Fahrzeuge jetzt nicht mehr abstellen, auch nicht kurzfristig.

Die Anwohner des Linckewegs fordern deshalb: Wegnahme der Halteverbotsschilder rechtsseitig des Linckewegs und Neubeschilderung (eingeschränktes Halteverbot), damit die Bewohner ihre Fahrzeuge zum Be- und Entladen, Ein- und Aussteigen abstellen dürfen. Im Auftrag der unterzeichnenden Nordstädter soll Ratsherr Paschwitz jetzt die Verwaltung um einen Besprechungstermin mit den Anliegern vor Ort bitten.

Bei der Stadt Hameln hingegen versteht man die ganze Aufregung nicht. Am Linckeweg herrsche kein Parkdruck, versichert Sprecher Thomas Wahmes. Hier gebe es nicht nur eine Riesentiefgarage, sondern auch Parkbuchten und Plätze auf den Grundstücken. Im Übrigen habe die Stadt nach Beschwerden so handeln müssen: „Bei einer höchstzulässigen Breite pro Fahrzeug von 2,55 Metern plus passierendes Auto plus Sicherheitsabstand müsste die Straße 5,60 Meter breit sein. Das wird hier bei weitem nicht erreicht“, sagt er.

Vor allem aber: Am Linckeweg gibt es Geschosswohnungsbau. Im Not- sprich Brandfall müsste hier eine Drehleiter ausgefahren werden. Würden am Straßenrand Autos parken, glaubt der Stadtsprecher, sei ein Durchkommen für Einsatzfahrzeuge unmöglich. „Ich möchte mal wissen, wer dann die Verantwortung übernehmen würde.“

Der Linckeweg: Aufgrund parkender Fahrzeuge gäbe es hier für die Feuerwehr im Ernstfall kein Durchkommen.

Foto: Wal



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