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In Klein Berkel gibt es jetzt Schotter und Steine – weil’s am günstigsten ist

Haltestelle mit dem gewissen Etwas?

Hameln. Ist das Kunst oder kann das weg? Die Bushaltestelle in Klein Berkel – zwischen Dornbusch und Eichenkamp – sieht anders aus als die meisten Bushaltestellen. Während die meisten komplett gepflastert sind, hat diese Bushaltestelle die extra Portion Extravaganz: Neben der Pflasterung gibt es noch Schotter und Steine. Doch warum? War hier mal ein Bushäuschen geplant? Ein Kiosk? Oder gingen einfach die Steine aus? Merkwürdig ist es allemal. Eine Leserin hält diese Art der Gestaltung sogar für gefährlich – für Rollstuhlfahrer und Blinde. Irmgard Wyrwa hätte gerne, dass die ganze Bushaltestelle gepflastert wird – wie die meisten eben auch.

veröffentlicht am 18.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 19:21 Uhr

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Doch warum überhaupt diese extravagante Gestaltung? Die Antwort der Stadt auf diese Frage ist so schlicht wie kurios: „Um Kosten zu sparen.“ Eigentlich, so teilt die Stadt auf Nachfrage mit, habe die erste Planung eine Grünfläche an der Stelle vorgesehen. Diese sei aber pflegeintensiv. Was also tun? Alles pflastern, wie von unserer Leserin gefordert? „Eine Steinwüste, nur Pflaster, wollten wir nicht bauen“, heißt es dazu aus dem Rathaus. Im Prinzip sollte es also so eine Art Zwischenlösung sein – zwischen idyllischem Grün und praktischem Stein. Ob der Kompromiss nun gelungen ist, mag jeder selbst beurteilen.

„Pflaster ist auf jeden Fall teuer als eine Grünfläche“, stellt Stadtsprecherin Janine Herrmann noch einmal klar. Noch billiger als Grün aber sind: Schotter und Steine. Und teure Bänke müssen auch nicht installiert werden – die moosigen Findlinge tun es ja auch.

Und da der Sparzwang bekanntermaßen immer weiter zunimmt, sollen auch in Zukunft noch andere Haltestellen ähnlich ausgebaut werden. Übrigens: Gehbehinderte und Blinde kämen mit der Situation zurecht, versichert die Stadt. Die Haltestelle sei mit dem Behindertenbeauftragten abgestimmt worden.ant



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