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Großer Konsens für Bebauung der Werderinsel / Nur der Pirat möchte erst eine Bürgerbefragung

„Hafen-City“: Politik macht den Weg frei

Hameln (CK). Der erste Schritt ist getan: Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat gestern in öffentlicher Sitzung grünes Licht gegeben für das Projekt „Hafen-City“, die Bebauung der Werderinsel mit einem Wohn- und Bürokomplex, den der Hamelner Steuerberater Fritz-Eckhard Sticher dort errichten lassen möchte. Lediglich Pirat Jörgen Sagawe enthielt sich der Stimme, weil er für diese „Grundsatzentscheidung“ lieber die Bürger fragen wollte.

veröffentlicht am 27.04.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 12:41 Uhr

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Ausschussvorsitzender Torsten Sander (CDU) sagte, er begrüße ausdrücklich die Nachnutzung dieser Fläche an der Weser, und ähnlich versöhnliche Töne stimmte auch FDP-Fraktionschef Hans Wilhelm Güsgen an, denn das Planungsbüro Linke/Hagemeyer habe die zunächst geäußerte Kritik der Politik an dem Vorhaben (zu gigantisch, städtebaulich nicht passend) aufgenommen und durch die Reduzierung der Baukörper-Größe umgesetzt. „Dieser zweite Entwurf hat Charme und fügt sich harmonisch in die historische Bausubstanz ein“, stimmte auch Daniel Schimanski (CDU) zu. Und forderte: „Wir müssen uns weiterentwickeln und dürfen uns neuen Projekten nicht verschließen. Dies ist eine Chance für das Weserufer.“ Eine Ansicht, die auch sein Parteifreund Walter Kinast telt. Und das sieht auch Karin Echtermann (SPD) so, obwohl sie gestern zugab, zunächst von der ursprünglich geplanten Größte regelrecht „erschlagen“ gewesen zu sein. „Jetzt bin ich überrascht, wie schön das ist.“ Selbst Rainer Sagawe (Grüne) hatte keine grundlegenden Bedenken mehr, wünscht sich aber, ein Stück der noch erhaltenen Wasserkraft-Technik öffentlich zu präsentieren, um auf die Hamelner Mühlengeschichte aufmerksam zu machen.

Von einer „Verbesserung“ der jetzigen Situation bei Realisierung des Vorhabens sprach Werner Witte als Vertreter des Seniorenbeirats; er sah lediglich in der relativ geringen Anzahl der vorhandenen Parkplätze ein Problem, doch diese Bedenken konnte Architekt Axel Hagemeyer mit Hinweis auf ein Kontingent in der Rattenfänger-Halle ausräumen. „Wir sollten die Fläche bebauen“, legte Volker Mohr, Fachbereichsleiter Planen und Bauen, den Ausschussmitgliedern ans Herz, der darauf hinwies, dass die bisher genutzten öffentlichen Flächen freigehalten würden. Und stieß auf offenen Ohren, wie die Abstimmung zeigte. Was die von Sagawe jr. angeregte Bürgerbefragung angeht: „Wir sind gewählt und tragen Verantwortung. Da sollten wir uns nicht hinter den Bürgern verstecken“, so noch einmal Güsgen.

So sieht der Blick von der alten Eisenbahnbrücke auf das Projekt aus.

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