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Heldmaschine und Hemesath bringen Sumpfblume zum Kochen

Härter, weiter, Heldmaschine

HAMELN. 400 Fans kommen in die Sumpfblume, um die beiden Bands zu sehen. Die Stimmung kocht schon bei Hemesath, Heldmaschine setzt noch einen drauf. Die Band, die immer wieder mit Rammstein verglichen wird, schreibt inzwischen eigene Songs und ist ziemlich erfolgreich damit.

veröffentlicht am 10.03.2019 um 14:32 Uhr
aktualisiert am 11.03.2019 um 12:50 Uhr

Der mutige Sprung in die Menge von Heldmaschine-Frontmann René Anlauff zum Stage Diving darf natürlich nicht fehlen. Foto: hx

Autor:

Peter Höxter
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Was für ein Abend für die mehr als 400 Fans der „Neuen Deutschen Härte“ in der Sumpfblume. Zunächst gibt es mit der Band Hemesath für die überwiegend schwarz gekleideten Zuhörer was auf die Ohren. „Hameln – wenn wir die Lokomotive sind, seid ihr die Kohlen“, heizt Frontmann Christopher Zumbült die Stimmung an. Und die Gäste lassen sich nicht bitten, skandieren lautstark Textpassagen wie „Du hast das eine Leben, du hast so viel zu geben – nutze die Zeit!“. Bei Balladen wie „Flieg“ gehen die Handytaschenlampen an.

Mit André Rasfeld und Wolfgang Broschk an der Gitarre, Peter Bernhard am Bass und Frank Schoppengerd an den Drums schafft es die Band, auch diejenigen zu begeistern, die Hemesath das erste Mal erleben. Jürgen (58) aus Höxter und Jan (36) aus Hannover meinen in der Umbaupause: „Für nicht gekannt erstaunlich gut, wir sind gespannt, ob Heldmaschine das noch toppen kann.“

Sie können. Die Band stellt vor allem die Songs ihrer neuen EP „Volles Brett“ vor. Die Texte drehen sich, wie bei „Luxusproblem“, mal um die Konsumgesellschaft, mal werden Egomanen („Ich“) kritisch in den Blick genommen. Doppeldeutig, kritisch und niemals flach klingen die Titel, die Frontsänger René Anlauff mit tiefer Stimme vorträgt. Den Vergleich mit Rammstein, einst das große Vorbild, mögen sie nicht so sehr. Denn Heldmaschine schreiben inzwischen eigene Texte, möchten raus aus der Schublade.

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Hemesath mit Frontsänger Christopher Zumbült heizen von Anfang an die Stimmung auf. foto: hx

So oder so – in der Sumpfblume ist Begeisterung pur zu spüren. Ständig sind die Hände in der Luft, wird die obligatorische Pommesgabel gezeigt. Beeindruckend: die gegenüber dem Vorjahr deutlich aufgewertete Lichttechnik und die erstklassige Bühnenperformance.

Tobias Kaiser mit Gesang und Gitarre, Eugen Leonhardt an der Gitarre, Marco Schulte am Bass und Dirk Oechsle an den Drums sind durchaus nicht nur Staffage neben dem immer präsenten René Anlauff, sondern gleichwertiger Teil der Show. Dass Heldmaschine nicht nur runterspult, sondern die Nähe zum Publikum sucht, wird spätestens bei der Aufforderung „Springt“ im inzwischen voll aufgeheizten Saal deutlich. Wenn zwei Titel die Stimmung des Abends besonders gut treffen, dann sind es wohl „Härter“ und „Weiter“, denn eines ist offensichtlich: Das Publikum will mehr, es soll immer weitergehen und nicht aufhören.

Doch auch dieser Abend findet sein unvermeidliches Ende: Den Schlusspunkt setzt allerdings nicht Heldmaschine, sondern das Publikum: Als die Band mit dem Song „Auf allen vieren“ endete, singt das Publikum A Capella weiter. Ein besseres Statement kann sich kein Künstler wünschen.



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