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Neue Selbsthilfegruppe sucht Betroffene zum Mitmachen

Gymnastik für Lungenkranke

Hameln. Die Lunge ist eines der wichtigsten Organe des menschlichen Körpers. Ist sie in ihrer Funktion eingeschränkt, leidet die Lebensqualität oft ganz erheblich. Das wissen auch die Mitglieder einer Selbsthilfegruppe für COPD-Erkankte (so heißt das Leiden, das einem im wahrsten Sinne des Wortes den Atem raubt). Und diese Betroffenen mit ihrem Vorsitzenden Hans-Peter Grüllich aus Tündern wollen selbst etwas tun: Auf ihre Anregung hin ist in Hameln zurzeit eine Lungensportgruppe im Aufbau, die im neuen Jahr regelmäßig im Scharnhorstviertel bei Elithera trainieren will.

veröffentlicht am 13.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 01:41 Uhr

Autor:

Christa Koch
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Die Sorge, mit der Beeinträchtigung keinen Sport treiben zu können, sei unberechtigt, sagt Adelheid Krenzien von der Selbsthilfegruppe: „Lungensport ist empfehlenswert und wichtig“, erklärt sie. Sobald sich genügend Interessenten gefunden haben, soll die Rehasportgruppe starten. Mindestens sechs, höchstens 15 Teilnehmer soll sie umfassen, damit die Therapeuten auf jeden Einzelnen eingehen können. Trainiert werden soll immer freitags ab 15.15 Uhr für eine Dreiviertelstunde.

Therapeut Mike Westphal, der auch Anmeldungen entgegennimmt: „Wir gehen mit den Patienten nicht an die Geräte, sondern machen mit ihnen Gymnastik, auch solche mit Hilfsmitteln wie etwa einem Petsi-Ball.“ Und ein Probetraining sei jederzeit möglich, betont er.

Wichtig für alle, die mitmachen möchten, ist eine sogenannte Rehasport-Verordnung, die jeder Fach- oder auch der Hausarzt ausstellen darf. Dabei handelt es sich um einen Kostenübernahme-Antrag an die Krankenkasse, die meistens 50 Termine für die Dauer von eineinhalb Jahren genehmigt, in Einzelfällen gibt es sogar bis zu 120 Einheiten, verteilt auf 36 Monate. Für die Ärzte ist die Verschreibung übrigens budgetneutral.

Und Adelheid Krenzien ergänzt: „Mitmachen kann jeder, der von einer Atemwegserkrankung betroffen ist, insbesondere auch Patienten, die bereits mit einer Sauerstoffversorgung leben müssen. Leider ist vielen nicht klar, wie wichtig ein regelmäßiges Training ist.“ Betroffene würden nicht nur merken, dass sich ihre Gesamtsituation erheblich verbessert, dass sie belastbarer werden und mehr Lebensfreude hätten, sondern auch erfahren, wie hilfreich der Austausch mit anderen Betroffenen sein kann.

Nähere Auskünfte und Anmeldung bei Therapeut Mike Westphal unter 05151/98780.

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