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500 Pädagogen in Hameln

„Guten Unterricht besser machen“

HAMELN. Zwei Tage lang herrschte am Schiller-Gymnasium Kongress-Atmosphäre. Im Tagungsbüro versorgten Schüler die 500 Teilnehmer aus ganz Deutschland mit den notwendigen Informationen.

veröffentlicht am 12.11.2017 um 17:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2017 um 19:30 Uhr

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Autor

Ernst August Wolf Reporter
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Im Angebot neben diversen Workshops, Vorträgen und Foren auch ein „Open Space“-Forum, in dem Schüler unter verschiedenen Themenstellungen ihre Vorstellungen von Schule erarbeiteten.

Aus Anlass des doppelten Schuljubiläums – 1050 Jahre Schulgeschichte und 150 Jahre Schiller-Gymnasium – hatten Schulleiter Andreas Jungnitz und sein Kollegium in Zusammenarbeit mit dem Forum des Beltz-Verlages Weinheim, dem Bildungsbüro des Landkreises und SAM e. V. zu einem zweitägigen Lehrer-Bildungskongress eingeladen.

„Wir wollen uns dabei schulformübergreifend mit Kolleginnen und Kollegen aus allen Bundesländern und aller Altersstufen mit den aktuellen wie perspektivischen Herausforderungen von Bildung und Erziehung im erweiterten schulischen Kontext befassen“, so Jungnitz.

Nicht nur die Prominenz applaudierte der Organisationsleistung von Schulleiter Andreas Jungnitz (re.), seiner Stellvertreterin Annette Meier-Hoenicke und Moderator Wolfgang Endres (li.). Foto: eaw
  • Nicht nur die Prominenz applaudierte der Organisationsleistung von Schulleiter Andreas Jungnitz (re.), seiner Stellvertreterin Annette Meier-Hoenicke und Moderator Wolfgang Endres (li.). Foto: eaw

„Eine Veranstaltung von Pädagogen für Pädagogen, in der es nicht um schulpolitische Forderungen, sondern darum geht, wie guter Unterricht besser gemacht werden kann“, erklärte auch Wolfgang Endres. Der Lernexperte und Autor diverser Lernhilfe-Bücher ist seit 30 Jahren als Referent in der Lehrerfortbildung tätig und hatte die Moderation des Kongresses übernommen. „Unser Ziel ist ein Vademecum für Praktiker“, stellt Jungnitz klar. Also ein Leitfaden für den beruflichen Alltag. Die Palette der Fachleute, die zu diesem Zweck von ihm nach Hameln geholt worden war, war ebenso hochkarätig wie vielfältig, reichte von den Traumdeutungen von Wilma Weiß über Simone Roemers Ratschläge „Unterrichten Sie glücklich!“ und Dr. Alois Prinz’ „Rebellische Söhne“ bis zum Eröffnungsvortrag von Prof. Jörg Weidner über „Optimismus? Realismus?“. Weidner, Vorstandsmitglied im „Wirtschaftsclub der Optimisten“ und Professor für Kriminologie und Sozialisationsforschung in Hamburg demonstrierte dann auch gleich eindrucksvoll wie ein motivierender, humorvoller und dennoch inhaltlich informativer Vortrags- und Unterrichtsstil aussieht.

Lernen, das sei nicht nur Lust oder Leid, fasste Endres zusammen, erst Anstrengung schaffe – wie im Sport – Wohlbefinden. Der Lehrer als mit seinen Schülern zusammen entdeckender Lernender, das sei der Pädagoge neuen Typs. Hehre Ziele, deren Umsetzung freilich, so Jungnitz, sicherlich nicht eins zu eins realisiert werden könnten. „Dafür
sind natürlich immer Augenmaß und der notwendige Realismus nötig“, so der Schulleiter.

Einen zweitägigen Kongress zu organisieren, bei dem alles wie am Schnürchen klappt, damit haben alle Beteiligten außerdem erhebliche organisatorische Fähigkeiten bewiesen. „Ihr macht das absolut professionell“, lobte dann auch eine Tagungsteilnehmerin aus Süddeutschland die jungen Helfer im Tagungsbüro.

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