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Integration der Postbank in die Deutsche Bank schmälert den Gewinn

Gut gearbeitet – weniger verdient

BONN/HAMELN. Die Postbank inklusive ihrer Hamelner Bauspar-Tochter BHW hat 2017 wegen höherer Aufwendungen für die bevorstehende Integration in die Deutsche Bank unter dem Strich weniger verdient. Das Vorsteuerergebnis sank um 18,7 Prozent auf 248 Millionen Euro. Im operativen Geschäft schnitt die Postbank besser ab.

veröffentlicht am 21.02.2018 um 15:04 Uhr
aktualisiert am 21.02.2018 um 17:57 Uhr

Die Postbank: gute Geschäfte, aber hohe Kosten. Foto: dpa
Thomas Thimm

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Thomas Thimm Stv. Chefredakteur zur Autorenseite
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Die Postbank begründet das mit einem um 225 Millionen Euro höheren Aufwand für strategische Initiativen, vor allem für Maßnahmen für die bevorstehende Integration. Im operativen Geschäft schnitt die Postbank 2017 gut ab und übertraf ihre Ziele: Ließe man die Kosten für die bevorstehende Integration unberücksichtigt, verbesserte die Postbank das bereinigte Vorsteuerergebnis um fast 40 Prozent auf 649 Millionen Euro (plus 183 Millionen Euro).

Postbank-Chef Frank Strauß sagt zu dem Ergebnis: „Insgesamt blicken wir auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Das zeigt sich an steigenden Provisionserträgen, dem wachsenden Kreditgeschäft und einem insgesamt guten operativen Ergebnis. Es ist uns gelungen, in einem Jahr mit widrigem Marktumfeld und großen strategischen Weichenstellungen das Unternehmen voranzubringen. Wir konnten unsere wirtschaftliche Basis stärken, um künftig einen guten Beitrag zum Erfolg der zusammengeführten Geschäfte mit der Deutschen Bank zu leisten.“

Aufgrund eines klaren Wachstums im Kundengeschäft stieg der Provisionsüberschuss um 101 Millionen Euro (+ 12 %) auf 936 Millionen Euro. Der Zinsüberschuss wurde bei gut zwei Milliarden Euro nahezu stabil gehalten, maßgeblich dafür sei das Wachstum der Forderungen gegenüber Kunden um 5 auf 107 Milliarden Euro gewesen. Beim Kreditgeschäft sei ein weiterhin starkes Kreditneugeschäft mit Privat-, Geschäfts- und Firmenkunden, das mit einem Volumen von 19,4 Milliarden Euro das Rekordniveau der Vergleichsperiode erreichte, ein Treiber des Geschäftes gewesen. Auch das Neugeschäft in der Baufinanzierung wuchs um 2,7 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro.

Angesichts des unveränderten Niedrigzinsniveaus hat die Postbank stets die Kosten im Blick. Was im Geschäftsbericht als „Fortschritte auf der Kostenseite“ umschrieben wird, hat mit der Anpassung von Kapazitäten und effizienzsteigernden Maßnahmen zu tun. Die Postbank hat ihre normalen Verwaltungskosten um 41 Euro Millionen reduziert. Die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten sank von 18 112 im Jahr 2016 um 670 auf 17 441.

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