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Jetzt gibt es wieder verschiedene Kräuter

Gut für Geruch und Geschmack

Das ist ja mal ’ne dufte Sache: Wer gestern über den Markt ging, der musste dies eigentlich nur der Nase nach tun, um die herrlich duftenden Kräuter zu finden, die viele Händler mitgebracht hatten. Der Marienhof Esperde hatte gleich einen eigenen Stand mit etlichen Kräutern aufgebaut. „Dadurch, dass es jetzt bereits so warm ist, können wir die überwinterten Kräuter schon anbieten“, freut sich Mitarbeiterin Claudia Grecksch. Und davon hat sie eine ganze Menge im Angebot: Klassiker wie Salbei, Schnittlauch, Rosmarin, Liebstöckel (auch bekannt als Maggikraut), Thymian, Estragon, Anis, Oregano und Minze. Letztere sogar in verschiedenen Variationen: Ob Marrokanische, Schokoladen- oder Orangenminze – jede hat laut Grecksch ihre ganz eigene Note. „Vom Geruch und Geschmack sind sie etwas anders. Orangen- und Schokoladenminze eignen sich zum Beispiel wunderbar für Desserts“, rät die Verkäuferin.

veröffentlicht am 03.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 16:21 Uhr

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Beim Sichten der ganzen Töpfe, worunter auch Salate und Blumenpflanzen zu finden sind, sticht vor allem ein Name hervor: Pimpinelle. Wofür verwendet man das denn? „Zum Beispiel für Frankfurter Grüne Soße“, weiß die Expertin. Pimpinelle ist eines der traditionellen sieben Kräuter, die dieser Sauce ihren ganz besonderen Geschmack verleihen. Denn in die Frankfurter Grüne Soße (mundartlich Grie Soß oder Grie Sos) gehören neben Pimpinelle traditionell noch Kerbel, Kresse, Petersilie, Sauerampfer Schnittlauch und Borretsch. Von denen mischt man 200 Gramm zusammen mit 200 Gramm Sauerrahm, 1 Kilogramm Natur-Joghurt, 1 Teelöffel Zucker, 1 gehäuften Teelöffel Salz und 1 gehäuften Teelöffel Senf. Dazu serviert man sechs halbierte hart gekochte Eier und natürlich Pell- oder Salzkartoffeln. Häufig wird die Sauce auch als Beilage zu gekochter Ochsenbrust, Tafelspitz oder Fisch gereicht.

Bevor man die leckere Sauce allerdings genießen kann, sollte man die Kräuter einpflanzen, „am besten sollten sie sonnig stehen“, so Grecksch. Sind sie einmal ausgepflanzt und angewachsen, „versorgen sich die Kräuter selbst, so wie sie es brauchen“, erklärt Gärtner Ulrich Sporleder. Auch er hat etliche Bio-Kräuter, darunter Fenchel, Majoran, Koriander und den für die Frankfurter Grüne Soße benötigten Borretsch im Angebot. Wie eine Kundin ihm verrät, könne man den Borretsch auch einfach nur in Buttersoße anmachen. „Die ist dann schön grün, mehr braucht man kaum an Kräutern für den Geschmack“, erzählt sie. Wenn es also schnell gehen muss, und nicht alle Kräuter zur Hand sind, geht also auch die einfache Variante.

Am Sporleder-Stand weckt vor allem ein Kraut das Interesse: Gewürz-Myrte. „Die kann man ähnlich verwenden wie Rosmarin“, erklärt Sporleder. „Sie ist schön für Saucen und gute Fleischgerichte.“ Einmal eingepflanzt können die Kräuter sogar draußen überwintern: „Außer Lorbeer, den sollte man im Herbst reinholen“, so Sporleder. Wer zum Beispiel auf dem Balkon die Kräuter in Kübeln einpflanzt, sie im Herbst zurückschneidet und ihnen im Winter etwas Schutz gibt, mache nichts falsch.

2 Bilder

Vom Hamelner

Wochenmarkt

berichtet Karen

Klages

Hat nicht nur das passende Kraut, sondern auch den Tipp, wie man es am besten pflegt: Ulrich Sporleder.



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