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Es gibt erste Vorstellungen, wie riesige Fahrzeughallen der britischen Armee genutzt werden könnten

Gundolph Park: Die Haus-im-Haus-Lösung

HAMELN. Was passiert mit den riesigen Fahrzeughallen der britischen Armee in der Hamelner Nordstadt? Hamelns Erster Stadtrat Hermann Aden hat eine Idee, was sich künftig auf dem Gundolph Park am Reimerdeskamp abspielen könnte. Die Vorrink-Wagner-Architekten GmbH hat im Rahmen einer Studie vorgeschlagen, kleinere abgeschlossene Büro- oder Werkstatteinheiten in den Hallen zu errichten.

veröffentlicht am 10.09.2018 um 17:26 Uhr
aktualisiert am 10.09.2018 um 21:10 Uhr

Mit Bäumen und viel Platz im Zentrum: So könnte es aussehen. zeichnung : Vorrink-Wagner-Architekten
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Dass sich dort, direkt unterhalb des Ravelin Camps, irgendwann Gewerbetreibende ansiedeln könnten, ist schon länger einer der Pläne, vorstellbar sowohl von der Stadtverwaltung als auch von der Politik. Nun erhalten die Pläne zur Nachnutzung Gesicht. Grundlage hierfür ist eine Machbarkeitsstudie für die Nachnutzung des Gundolph Parks, welche Aden kürzlich der Politik vorstellte: Innerhalb der Fahrzeughallen könnten kleinere bauliche Einheiten nach dem Baukastensystem entstehen. Aden spricht vom „Haus-im-Haus-Prinzip“.

Auf dem Gelände und in den riesigen Hallen haben einst einmal bis zu 80 Amphibienfahrzeuge der britischen Armee Platz gefunden. Die Fahrzeughallen sind mit großen Toren ausgestattet, im Inneren riesig – auf jeden Fall zu groß für manchen kleineren Handwerker oder Dienstleistungsbetrieb.

Die Vorrink-Wagner-Architekten GmbH hat im Rahmen der Studie der Stadt vorgeschlagen, kleinere abgeschlossene Büro- oder Werkstatteinheiten in den Hallen zu errichten. Das bedeute hohe Flexibilität bei der Art der Nutzung. So könnten im Halleninneren einzelne Raummodule zwischen 23 und 73 Quadratmetern Fläche in Erd- und Obergeschoss entstehen. Darin könnten je nach Bedarf Büro, Produktion oder Umkleiden eingerichtet werden.

In der bestehenden Halle könnten Raummodule in zwei Etagen aufgestellt werden. Zeichnung: Vorrink-Wagner-Architekten
  • In der bestehenden Halle könnten Raummodule in zwei Etagen aufgestellt werden. Zeichnung: Vorrink-Wagner-Architekten
Derzeit ungenutzt: eine der großen Fahrzeughallen auf dem Gundolph Park am Reimerdeskamp. Einst parkte die britische Armee hier unter anderem ihre Amphibienfahrzeuge. Foto: Wal
  • Derzeit ungenutzt: eine der großen Fahrzeughallen auf dem Gundolph Park am Reimerdeskamp. Einst parkte die britische Armee hier unter anderem ihre Amphibienfahrzeuge. Foto: Wal

Zum Stand der Dinge sagt Aden: „Wir diskutieren das mit der Bima.“ Die Bima (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) ist noch Eigentümerin der rund sieben Hektar großen Fläche, einschließlich mehrerer Werkstatt-Hallen und kleinerer Nebengebäude.

Laut Machbarkeitsstudie wird der Umbau der ehemaligen Kfz-Hallen mit rund sechs Millionen Euro beziffert. Der Abriss der Hallen und ein Gewerbeneubau würde indes rund 8,5 Millionen Euro kosten. „Zeitlich betrachtet wird es dauern“, ist Aden überzeugt.

Und finanziell wäre die Haus-im-Haus-Entwicklung für die Stadt Hameln wohl auch eher schwer zu stemmen, schätzt der Erste Stadtrat die Lage ein. Deshalb müsse am besten eher ein Projektentwickler gefunden werden, der die Pläne vorantreibt – und natürlich finanziert. „Das können wir nicht selber machen“, meint Aden.



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