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Das wird von der Bundesregierung erwartet

Grüne wollen mit FDP und SPD koalieren: So steht Hameln zur „Ampel“

HAMELN. Eine Dreier-Koalition aus Grün, Gelb und Rot auf Bundesebene wird zunehmend wahrscheinlicher: Am Mittwoch haben die Grünen der FDP vorgeschlagen, gemeinsame Gespräche mit der SPD aufzunehmen. Die Dewezet hat auf dem Wochenmarkt und in der Innenstadt nachgefragt: „Was halten Sie von einer möglichen Ampel-Koalition?“

veröffentlicht am 07.10.2021 um 10:00 Uhr

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„Ich finde die Ampel persönlich besser, weil mich die CDU im Wahlkampf absolut nicht überzeugt hat und mich Laschet als Person auch nicht angesprochen hat. Das hat man auch in den Verhandlungen gesehen, als Interna nach außen getragen worden sind“, sagt Jörg Fiebich (49) aus Hameln. Außerdem hofft er bei einer Regierungsbeteiligung von FDP und Grünen auf frischen Wind in der Politik: „Wenn die Grünen und die FDP mit reinkommen hoffe ich, dass ein Ruck durchs Land geht.“

Auch Andreas Uthe (61) aus Groß Berkel findet eine mögliche Ampel gut, da „die CDU in den letzten 16 Jahren nichts weiter vorangebracht hat, die SPD war zwar auch sehr schwach, aber als deutlicher Wahlverlierer muss sich die CDU erneuern. Die SPD hat deutlich dazugewonnen, von daher scheint das [eine Regierung unter Führung der SPD] der Wählerwille zu sein.“

Die Verluste der CDU führt Heike Diesterweg (67) aus Fischbeck auf parteiinterne Probleme sowie auf die Auswahl des Kandidaten zurück: „Diese Uneinigkeit, die in der Union herrscht, ich glaub, genau das will der Wähler nicht.“ Außerdem hätte sie lieber Söder als Kanzlerkandidaten gesehen, „Die CDU hätte mehr erreicht, wenn sie Söder aufgestellt hätte.“

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Heike Diesterweg (67) aus Fischbeck Foto: mb

Bei einem möglichen Bundeskanzler Scholz ist man sich mehrheitlich einig: Die Stimmung sei neutral, man versprühe keine Euphorie, so Andreas Uthe.

Auch Pascal Rangius (26) aus Hameln hält Scholz für eine bessere Wahl als Laschet: „Ich stimme zwar nicht in allen Punkten mit ihm überein, aber wenn man sich entscheiden muss, lieber Scholz.“

Peter Stein-Spitczok von Brisinski (70) war von Scholz’ kostenlosen Kitas in Hamburg begeistert, aber vom Umgang mit dem Cum-Ex-Skandal enttäuscht: „Wie er sich da rausgeredet hat, das finde ich schwach.“ Dennoch: „Letztlich werden wir mit ihm gut fahren, wenn er Kanzler wird, glaube ich. Wir haben keinen besseren Kandidaten im Moment.“ Er selbst hofft auf eine Ampel, ist aber skeptisch und hält auch eine Große Koalition für möglich, „weil die sich einfach nicht einig werden“.

Wer nun am Ende die Regierung bilden wird, steht noch nicht fest, die Zeichen standen am Mittwoch zumindest deutlich auf „Ampel“.



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