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Bäume an der Bahnhofsstraße sollen nicht gefällt werden – Entscheidung wohl erst im Februar

Grüne wollen für Bergahorne kämpfen

Hameln. Der Widerstand wird größer: Nach dem Naturschutzbund (BUND) wollen sich nun auch die Hamelner Grünen für einen Erhalt der vier Bergahorne auf dem Brunnenplatz an der Bahnhofstraße einsetzen. „An einer Stelle, an der so viele Autos entlangbrausen, dürfen keine gesunden Bäume gefällt werden. Das ist mit uns nicht zu machen“, sagt Ursula Wehrmann. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende verweist auf das Beispiel am Fischerhof, wo im Januar ein Grundstücksbesitzer trotz Protests und einer Liste mit 100 Unterschriften sechs alte Linden fällen ließ. „So etwas darf nicht wieder passieren.“

veröffentlicht am 08.12.2015 um 14:54 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:21 Uhr

Autor:

Andreas Timphaus
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Wehrmann kündigt an, das Gespräch mit der CDU, dem Partner in der schwarz-grünen Mehrheitsgruppe, zu suchen und auch die Opposition zu kontaktieren. „Ich bin zuversichtlich, dass wir unseren Gruppenpartner vom Erhalt der Bäume überzeugen können.“ Wehrmann sagt, dass sie nicht verstehe, wie die Verwaltung angesichts der Diskussionen über eine Neuauflage der 27 Jahre alten Baumschutzsatzung solch einen Vorschlag machen könne. Mit der Baumschutzsatzung, die laut eines politischen Kompromisses in der Kernstadt flächendeckend und in den Ortsteilen objektbezogen wirken soll, will die Stadt regeln, wann ein Baum gefällt werden darf und wann nicht. So sollen stadtbildprägende Gehölze – besonders auf Privatgrundstücken – vor der Fällung oder anderen Eingriffen geschützt werden. „Und jetzt schlägt die Stadt genau so etwas vor. Das ist doch schizophren“, zürnt Wehrmann.

Die vier zwölf Meter großen Bergahorne sollen weichen, weil die Stadt den Brunnenplatz neu gestalten will. Auch der Brandschutz für die umliegenden Gebäude sei nicht gewährleistet, argumentiert die Verwaltung. Wie ein Rathaussprecher vor etwa einem Monat erklärte, gehen die Planungen für eine Modernisierung des Platzes noch nicht über einen ersten Entwurf hinaus, das Fällen der Bäume könne aber als „Startschuss“ gewertet werden.

Der Vorsitzende der BUND-Kreisgruppe Hameln-Pyrmont, Ralf Hermes, hatte unlängst angekündigt, dass man das Fällen der Bäume an der Bahnhofstraße verhindern wolle. Die Stadt könne den Brunnenplatz auch mit den Bäumen modernisieren. Dieser Ansicht sind auch die Grünen. „Wir sind nicht gegen eine Umgestaltung, zumal der Brunnen dort schon längere Zeit kaputt ist. Aber es muss möglich sein, den Platz um die Bäume herum neu zu gestalten.“ Eine Entscheidung wird wohl erst in der Sitzung des Planungsausschusses fallen, der Anfang Februar wieder tagt.



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