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Stadt hat Probleme mit dem Verkehrsrechner

Grüne Welle wird gebrochen

veröffentlicht am 21.07.2015 um 16:56 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:29 Uhr

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Hameln. Aus für die grüne Welle in Hameln – zumindest vorerst. Autofahrer müssen sich derzeit auf stärker stockenden Verkehr als sonst einstellen. Auch Leser Carsten Nitzsche hat den Ärger schon darüber schon am eigenen Leib erfahren – zweimal täglich fährt er an der Kreuzung Thiewall/Erichstraße vorbei. Nachdem dort wegen eines Unfalls die Ampel ausgefallen war (wir berichteten), ist nun wieder eine richtige Ampel installiert. Allerdings sei der Verkehrsfluss „tot“, so Nitzsche. Wo er normalerweise ein „Paradebeispiel“ für eine grüne Welle bis zur Deisterstraße erlebe, gehe es derzeit zäh voran. „Echt ätzend“ sei das für jemanden, der ständig dort vorbei müsse.
Doch was ist der Grund dafür, dass die Ampeln nicht mehr aufeinander abgestimmt sind? Die Stadt gibt Probleme mit ihrem Verkehrsrechner an. Das System befinde sich in der Überarbeitung, heißt es. Für Vielfahrer gibt es aber einen Silberstreifen am Horizont: Noch in dieser Woche, so die Stadt, hoffe man, zur gewohnten Taktung zurückkehren zu können.
Dass nicht gut – oder zumindest aus subjektiver Sicht nicht gut – geschaltete Ampeln einem den Nerv rauben können, wird auch an anderen Stellen in Hameln deutlich.

  • Ampel am Hefehof: Der Kreuzungs- und Ampelbereich an der Kreuzung Hastenbecker Weg/Kuhlmannstraße ist anfällig für Staus, weil dort aus vielen Richtungen der Verkehr strömt und der Bahnhof um die Ecke liegt. Immer nur wenige Autos schaffen den Weg zum Hefehof in einer Grünphase rüber, sodass sich der Verkehr bis zum Bahnhofskreisel, und manchmal sogar darüber hinaus, staut. Eine Busfahrerin, die anonym bleiben möchte, klagt darüber, dass sie immer schwieriger vom Platz in den fließenden Verkehr hineinkomme. Ob man dort nicht die Grünphase verlängern könne, möchte sie wissen. Auch die dortige Situation könne auf das Problem mit dem Verkehrsrechner zurückzuführen sein, erklärt die Stadtverwaltung dazu. Man wolle das aber noch einmal einzeln prüfen.
  • Brückenkopf: Die Ampelsituation am Brückenkopf sorgte in der Vergangenheit für viel Unverständnis (wir berichteten). Offenbar gibt es nun Stoff für neue Verwirrung. Warum gibt es jetzt ein zusätzliches Stoppschild über der Ampel?, fragt sich unser Leser Claus Jäger. „Muss ich jetzt, obwohl die Ampel für mich als Autofahrer Grün zeigt, wegen des Stoppschilds anhalten?“ Nein, natürlich nicht. Das wäre ja dann wirklich ein Schildbürger-Streich. Die Idee ist eine andere: Die Beschilderung ist lediglich für den Notfall vorgesehen, sollte die Ampelanlage einmal ausfallen. Grün bedeutet also auch in Hameln immer noch grün.


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