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Natursteinpflaster auf dem Pferdemarkt soll erhalten bleiben / „Grüne Oasen“ für die Fußgängerzone

Grüne gehen jetzt auf Wünsche der Bürger ein

Hameln (ni). Nein, sie sind nicht die Nächsten, die aus der einst geschlossenen Front ausscheren. Und nein, sie plädieren nicht plötzlich für eine kleine Lösung: Die Fraktion der Grünen im Hamelner will die Neugestaltung der Hamelner Fußgängerzone, aber sie will sie ein bisschen anders als bislang geplant – mit einem Pferdemarkt, der sein altes Pflaster behält, mit viel mehr Grün in der Oster- und Bäckerstraße, als die Entwürfe bisher erkennen lassen und – wenn möglich – ohne Tunnel am Grünen Reiter.

veröffentlicht am 07.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 03:21 Uhr

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Es ist die Quintessenz aus „den unzähligen Gesprächen“ mit Hamelner Bürgern, die Fraktionschefin Ursula Wehrmann und ihr Vize Jürgen Mackenthun im Rahmen der städtischen Informationsoffensive zum Thema Neugestaltung am Bauwagen in der Fußgängerzone führten, die sich jetzt in den Vorschlägen der Grünen niederschlägt. Und selbstkritisch räumt sie ein: „Wir hätten diesen intensiven Kontakt zu den Bürgern, wie wir ihn in den vergangenen Wochen am Bauwagen hatten, schon viel früher suchen müssen.“

Egal, ob sie sich mit Befürwortern oder Gegnern der Sanierung unterhalten haben, „fast alle wollten, dass das alte Natursteinpflaster auf dem Pferdemarkt erhalten bleibt“, so Wehrmann. Die Grünen sprechen sich nun dafür aus, die alten Steine auf begradigtem Untergrund neu zu verlegen und eine ausreichend breite Spur für Rolli- und Rollator-Fahrer sowie eine Blindenleitlinie zu integrieren.

Nicht weniger als der Pferdemarkt liege den Bürgern die Begrünung der Fußgängerzone am Herzen. Von dem spartanischen Grünkonzept der Architektin habe sich der gesamte Rat zwar schon frühzeitig verabschiedet, doch offenbar vertrauten die Bürger diesen Beteuerungen nicht. Was Jürgen Mackenthun nicht zuletzt darauf zurückführt, dass sich die Entwürfe von der radikal „entgrünten“ Fußgängerzone „in den Köpfen festgesetzt haben“ und Worte gegen diese immer wieder präsentierten Bilder nichts mehr auszurichten vermochten. Für die Oster- und die Bäckerstraße fordern die Grünen unmissverständlich den „weitestgehenden Erhalt und die Ergänzung der prägenden Großbäume und zusätzlich kleine grüne Oasen in Kombination mit Sitzgelegenheiten“.

Gruppenpartner wollen nachdenken

Der Tunnel am Grünen Reiter ist den Grünen genau so ein Dorn im Auge wie der CDU, die jüngst den Vorschlag ins Spiel brachte, die Fußgänger doch wieder über die Straße gehen zu lassen, statt sie durch das Dreckloch zu schicken. „Schon im Verkehrsentwicklungsplan von 1994 haben die Planer diesen Tunnel als wenig gelungene Lösung kritisiert, und auch am Bauwagen wurde er immer wieder thematisiert“, sagt Wehrmann. Gehbehinderten Menschen machten die steilen Auf- und Abgänge zu schaffen, „wenn sie sie überhaupt bewältigen können“. Viele Bürger fühlten sich in dem Gang unter der Erde unwohl und unsicher. Nicht zuletzt verursache die Unterführung laufend Kosten, ohne dadurch auch nur einen Deut attraktiver zu werden.

Die Grünen wollen, dass ein Fachbüro für Verkehrsplanung eingeschaltet wird, um eine Ampel-Lösung für die Fußgänger auf ihre Machbarkeit zu überprüfen. Außerdem, so Wehrmann „könnte man für eine Probephase je einen Überweg über Ostertorwall und Kastanienwall einrichten, den Tunnel offen lassen und beobachten, welchen Weg die Menschen bevorzugen“. Um Mehrheiten für ihre Vorschläge ist den Grünen nicht bange. Laut Wehrmann sind die Gruppenpartner SPD und FDP „zumindest bereit, über die von uns gewünschten Änderungen nachzudenken“.

Ob Gegner oder Befürworter der Sanierung: Den besonderen Charakter des Pferdmarktes wollen viele Hamelner bewahren.

Foto: Dana



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