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Kein Oberbürgermeister-Kandidat – und auch keine Unterstützung für andere

Grüne geben die Suche auf

Hameln. Die drittstärkste Kraft im Hamelner Rat bleibt bei der Oberbürgermeisterwahl außen vor. Am späten Dienstagabend legte sich der Ortsverband der Grünen fest: Einen eigenen Kandidaten wird es nicht geben. Die Grünen beabsichtigen auch nicht, den Kandidaten einer anderen Partei zu unterstützen.

veröffentlicht am 27.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 17:41 Uhr

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Frank Henke

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Frank Henke Redaktionsleiter zur Autorenseite
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„Zwar haben wir viele aus unserer Sicht geeignete Personen angesprochen – und mit einigen auch weiterführende Gespräche geführt“, erklärt Michael Maxein, Kreisvorsitzender und Mitglied der Findungskommission, „im Endeffekt hat sich jedoch keine Kandidatur ergeben.“ Meist hätten berufliche und zeitliche Gründe dagegen gesprochen – und von einer „reinen Zählkandidatur“ hätte man absehen wollen.

Die Grünen seien in den vergangenen Wochen auch über die Landkreisgrenzen hinaus auf Kandidatensuche gegangen. Nachdem am Wochenende und am Dienstagmorgen die letzten beiden aussichtsreichen Bewerber definitiv abgesagt hätten, habe die Findungskommission der Partei empfohlen, auf einen eigenen OB-Kandidaten zu verzichten und sich stattdessen verstärkt „inhaltlich in den Wahlkampf einzubringen“.

Man werde die drei nominierten Kandidaten Claudio Griese (CDU), Ralf Wilde (SPD) und Anke Blume (FDP) „ausführlich zu ihren Positionen bei den für uns Grüne wichtigen Themen befragen“, kündigte Matthias Meyer, stellvertretender Vorsitzender des Ortsverbandes Hameln, an. „Eine direkte Unterstützung für eine bestimmte Partei beziehungsweise Person wird es aber nicht geben.“ Diese Position wurde von den gut 20 anwesenden Mitgliedern als Beschluss einstimmig verabschiedet. Und diese Politik gelte voraussichtlich auch im Falle einer Stichwahl, sagt Maxein, letztlich entschieden ist darüber aber noch nicht. Die Grünen bilden gemeinsam mit der von OB-Kandidat Griese geführten CDU-Fraktion eine Mehrheit im Hamelner Rat, im Kreistag jedoch eine Mehrheit mit SPD und Piraten.

Dass die Grünen gerne einen eigenen Anwärter auf das höchste Amt in der Stadtverwaltung präsentiert hätten, sei „unbestritten“, räumen die Vertreter des Ortsvereins ein. Das mit 16 Prozent beachtliche Ergebnis des Grünen-Kandidaten Torsten Schulte bei der Landratswahl im vergangenen Jahr hätte dafür gesprochen. Doch sei es „für viele potenzielle Kandidaten aber wohl eher unattraktiv, für eine der kleineren Parteien anzutreten“. „Ein Grund mehr, die Nachwuchsförderung auch intern voranzubringen“, sagt Meyer.

Die Messlatte für geeignete grüne OB-Kandidaten lag hoch: Die Bewerber „aus dem grünen Umfeld“ sollten „neben einem abgeschlossenen Hochschulstudium auch möglichst über ausgeprägte Verwaltungs- und Führungserfahrung verfügen“, hieß es in einer Ausschreibung auf der Internetseite der Hamelner Grünen.

Im Wahlkampf wollen die Hamelner Grünen sich nun „auf die Themen und auf Europa konzentrieren – und weniger auf ,Köpfe‘ “, so Meyer. Die Oberbürgermeisterwahl findet gemeinsam mit der Europawahl am 25. Mai statt.



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