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Sven Kornfeld über Pressemitteilung: „Unsere Meinung gibt sie nicht wieder“

Grüne distanzieren sich von Binders Äußerungen zu Linsingen

HAMELN. Die Ratsfraktion der Grünen distanziert sich von den jüngsten Äußerungen Wilfried Binders (SPD) zur Linsingen-Kaserne. In einer Pressemitteilung hatte Binder der Stadtverwaltung vorgeworfen, die Linsingen-Kaserne für den geplanten Bildungs- und Gesundheitscampus abreißen zu wollen, ohne zu versuchen, einzelne Gebäude zu erhalten. Die Presserklärung war offenbar nicht innerhalb der Ratsgruppe SPD/Linke/Grüne abgesprochen worden.

veröffentlicht am 14.08.2018 um 16:25 Uhr
aktualisiert am 15.08.2018 um 10:19 Uhr

Sven Kornfeld Foto: Wal
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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„Unsere Meinung gibt sie nicht wieder“, erklärt Sven Kornfeld, Vorsitzender der Grünen-Ratsfraktion, gegenüber der Dewezet. „Die Diskussion um die Gebäude ist doch im Gange und muss inhaltlich miteinander geführt werden.“ Er kritisierte die „persönliche(n) Angriffe“ und das „anlasslose Gepolter“ aus dem Pressetext, „das der Debatte ja in keinster Weise nützt“. Dazu komme, dass er von dem Pressetext erst erfahren habe, als dieser die Dewezet schon erreicht hatte. Ob durch dieses Vorgehen der Fortbestand der Ratsgruppe in Frage gestellt wird? Die Angelegenheit, so Kornfeld, werde auf der Gruppensitzung am Montagabend (gestern) diskutiert.

Binders Kritik fiel in Reaktion auf den Dewezet-Bericht über die im Stadtentwicklungsausschuss geführte Debatte über den Erhalt von drei Gebäuden der Linsingen-Kaserne. Beigewohnt hatte er dem Ausschuss nicht. Sven Kornfeld hingegen schon. Der hatte im Ausschuss, wie berichtet, dafür plädiert, dass die Nachnutzung und der Erhalt der Gebäude mit dem Bildungs- und Gesundheitscampus einhergehen müssten. Falls dies nicht ginge, müsste eine andere Nutzung oder der Abriss der Gebäude erwogen werden.

Vor diesem Hintergrund sagte er nun, dass es „dazu gehört, auch miteinander zu reden“. Er sehe es „als Zeichen, aufeinander zuzugehen, Herrn Mattern mit in die Diskussion einzubeziehen“. Dies soll in der kommenden Woche im nichtöffentlichen Verwaltungsausschusses geschehen.

Christian Mattern ist der Geschäftsführer der Gesellschaft für sozialen Wohnungsbau und Projektentwicklung (GSW). Die GSW ist seit Ende Mai Eigentümern der Linsingen-Kaserne. Zwar ist die GSW eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt. Als eigenständige Firma liegt sie damit aber außerhalb des unmittelbaren Einflussbereichs des Rates der Stadt. Einfluss kann der Rat somit nur noch über seine Vertreter in der Gesellschafterversammlung und im Aufsichtsrat der GSW nehmen.



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