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Geht es ans Eingemachte?

Grüne auf Fehlersuche bei Landesdelegiertenkonferenz in Hameln

HAMELN. Statt bisher 20 nur noch 12 Sitze für die Grünen im Landtag, ein um 5 Prozentpunkte schwächeres Abschneiden im Vergleich zu 2013 – und einer erneute Regierungsbeteiligung in Hannover in weiter Ferne. Unter dem Eindruck des laut Landesvorstand „sehr enttäuschenden“ Wahlergebnisses vom 15. Oktober steht die Landesdelegiertenkonferenz der Grünen am kommenden Samstag in Hameln.

veröffentlicht am 06.11.2017 um 19:45 Uhr
aktualisiert am 07.11.2017 um 17:00 Uhr

Noch-Grünen-Fraktionschefin Anja Piel (v.li.), -Umweltminister Stefan Wenzel und -Agrarminister Christian Meyer werden am Samstag in Hameln auf knapp 200 Delegierte treffen. Foto: dpa
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite

Für die 192 Delegierten aus ganz Niedersachsen, die bei dem Treffen landesweit 6576 Mitglieder vertreten, dürfte es daher um Grundsätzliches gehen: In seinem Antrag zur Aussprache über das Wahlergebnis sowie über die aktuelle politische Lage in Land und Bund fordert der Landesvorstand der Partei eine „gründliche selbstkritische und offene Analyse“. Die Aufarbeitung sei nötig, um gestärkt in die Zukunft zu gehen.

Einige mögliche Ursachen für das schlechte Abschneiden der Grünen hat die Landespitze schon ausgemacht: So habe die Hauptfrage „Wer wird Ministerpräsident?“ die Aufmerksamkeit vieler Wählerinnen und Wähler auf sich gezogen – zulasten der Wahrnehmung der Grünen.

Überdies seines ihnen „offenbar nicht ausreichend gelungen, als die treibende Kraft, als der Motor der Landesregierung wahrgenommen zu werden“. Der Anteil der eigenen Partei an den Erfolgen der rot-grünen Landesregierung sei nicht angemessen kommuniziert worden. Zum angemahnten „richtigen Mix aus Erfolgskommunikation und Zukunftsvision hätte dem Antrag zufolge auch gehört, eigene Positionen beizeiten deutlicher herauszustellen – auch durch Kritik an den Positionen des bisherigen Koalitionspartners SPD.

Für die Grünen-Spitze liegt nun auf der Hand: „Wir müssen die Menschen zurückgewinnen.“ An der Substanz anzusetzen, scheint dabei kein Tabu. So könnte am Samstag auch die programmatische Ausrichtung der Partei auf den Prüfstand kommen. Voraussetzung für den angestrebten Erneuerungsprozess: „Gegensätzliche Wahrnehmungen“ von Problemen sollen identifiziert werden.

Konkreten Verbesserungsbedarf sehen die Autoren schon jetzt in drei Punkten: Personalentwicklung, Frauenförderung und Themenvielfalt.

Wer als Gast an der am 11. November, 13 Uhr, im Weserbergland-Zentrum beginnenden Delegiertenkonferenz teilnehmen will, muss sich anmelden: Telefon 0511 /1260850, E-Mail landesverband@gruene-niedersachsen.de).

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