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So könnte die Wesermühle aussehen

Großstadt-Flair an der Weser

Hameln. Sieht so die Zukunft an der ehemaligen Wesermühle aus? Ein finanzstarkes Konsortium hat den Kampffmeyer-Industriekomplex für weniger als eine Million Euro erworben. Jetzt wurden erste Pläne für das riesige Areal an der Weser mit seinen 21 000 Quadratmetern Grundfläche vorgestellt.

veröffentlicht am 11.02.2016 um 17:53 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 19:41 Uhr

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Autor:

Andreas Timphaus
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Und diese Pläne sind durchaus beeindruckend. Die Fassade mit den futuristisch hervorspringenden Fensterfronten erinnert auf den ersten Blick ein wenig an die Gehry-Bauten am Neuen Zollhof in Düsseldorf oder die Häuser am Kaiserkai in der Hafencity Hamburgs. Auch sonst versprüht das Konzept des Architekten Dr. Avni Halili das Flair einer Großstadt.

In dem ehemaligen Mühlengebäude soll im Erdgeschoss Raum für Gewerbe und Gastronomie geschaffen werden. Für das erste bis vierte Obergeschoss sind Seniorenwohnungen vorgesehen. Darüber, auf den Etagen 5 bis 13, könnten laut Konzept in Zukunft Mietwohnungen angeboten werden. Das Dachgeschoss ist finanzkräftigen Interessenten vorbehalten. Dort sollen exklusive Apartments entstehen.

Auch in die ehemaligen Getreidesilos sollen nach der ersten Vorplanung des Architekten im Erdgeschoss sowie in der ersten Etage Gewerbe und Gastronomie einziehen. In der zweiten bis sechsten Etage soll ein Hotel seine Gäste begrüßen, die in den darauffolgenden zwei Geschossen im Wellnessbereich mit Sauna, Pool und Blick auf die Weser entspannen können. Etage 9 bis 15 sind für exklusive Apartments reserviert. Auf dem Dach, 40 Meter über der Stadt, könnte eine Sky-Lounge mit Bar entstehen.

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  • Auf dem Dach des ehemaligen Silos (links) soll eine Sky-Lounge entstehen. pr

Während der Präsentation der ersten Projektskizzen war aus den Reihen der Mitglieder des Planungsausschusses immer wieder ein staunendes „Ah“ und „Oh“ zu hören. So ganz trauten die Ratsmitglieder dem Braten wohl noch nicht. Auch Stadtbaurat Hermann Aden sprach von „ambitionierten Plänen“, die nun aber auch finanziell hinterlegt werden müssten. Immerhin teilte Aden mit, dass das Konsortium ein ähnliches Projekt in einer anderen, deutlich größeren Stadt bereits realisiert habe. Hans Wilhelm Güsgen (FDP) sagte: „Der Investor muss ein dickes Sparbuch haben. Mut hat der Mensch jedenfalls. Wenn es wirklich so kommt, können wir uns alle freuen.“ Wann der Startschuss für die „Revitalisierung der Mühlenruine“ (O-Ton Güsgen) erfolgt, ist bislang noch unklar.

Die Bauüberwachung und das technische Controlling wird die Firma „Architecture & Engineering Project“ (AE-Project) unter der Führung von Robert Friedel übernehmen. Als Referenzen hat das Planungsbüro laut Homepage unter anderem die Planung und Umgestaltung eines Mehrfamilienhauses in der Innenstadt von Hameln vorzuweisen. Beim Neubau des Berliner Schlosses – einem Mammutprojekt und die größte Kulturbaustelle des Bundes – haben die Projektentwickler laut eigener Aussage seit 2013 das Bauschadenmanagement sowie das technische Controlling im Auftrag der R+V Versicherung übernommen.

Andenken an die Mühle:

5000 Quadratmeter Parkett werden verkauft

Wer ein Andenken der letzten Wesermühle Hamelns ergattern möchte, hat übrigens noch die Gelegenheit dazu. Das Planungsbüro bietet 5000 Quadratmeter Echtholz-Parkett aus dem Industriekomplex zum Verkauf an. Das Material, das laut Homepage des Büros von „außerordentlicher Qualität“ sein soll, wurde in der 1949 errichteten Mühle verbaut, weil es als Geräusch dämmend und hygienisch galt. „Dieses Parkett ist heute nicht mehr im Handel erhältlich, da die heutigen Parkettböden aus mindestens zwei Schichten bestehen“, heißt es auf der Homepage der Planer aus Baden-Württemberg. Auf Ebay-Kleinanzeigen wird das Parkett „aufgrund von Einschätzungen eines schweizerischen Architekten und einer Fachfirma aus Deutschland“ mit einem Preis von 195 Euro pro Quadratmeter veranschlagt.



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