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Großfeuer in Behrensen: Flammen wüten auf Bauernhof

veröffentlicht am 04.06.2009 um 18:45 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Feuer

Behrensen (ube). Nächtliches Großfeuer auf einem Bauernhof in Behrensen. Sechs Feuerwehren waren im Einsatz. Aus noch ungeklärter Ursache war in einem Gebäude, in dem eine Rundballen-Heizungsanlage untergebracht ist, ein Brand ausgebrochen. Es war Donnerstagmorgen, 0.45 Uhr. Helmut Zeddies wacht auf. Er riecht Qualm. Seine Frau bittet ihn, nach dem Rechten zu schauen. „Nicht, dass wir den Wasserkocher angelassen haben.“ Zeddies geht auf die Suche nach der Ursache, kontrolliert auch den Heizungskeller. Alles ist okay. Der Rauch, stellt der Mann aus Behrensen fest, wabert durch ein auf Kipp stehendes Fenster in sein Haus. Der 70-Jährige zieht sich rasch etwas an, geht nach draußen; er entdeckt, dass es auf dem Hof Meier brennt. „Flammen habe ich da noch nicht gesehen, nur die Schwaden.“ Zeddies läuft zu seinem Nachbarn, klopft ans Schlafzimmerfenster und weckt den Landwirt. Dann geht er wieder zu dem Gebäude, in dem es brennt. Jetzt ist Feuerschein zu sehen. „Ich habe 112 gewählt und die Feuerwehr angefordert“, sagt der pflichtbewusste Senior, der auch stellvertretender Landrat ist.
 Sirenen heulen, Funkmelder piepen. Feuerwehren aus Behrensen, Bisperode, Diedersen, Bessingen und Herkensen rücken an. Schläuche werden verlegt, Hydranten angezapft, Tragkraftspritzen angeworfen – und die Remte gestaut. Um 1.07 Uhr meldet Einsatzleiter Cord Pieper, dass die Freiwilligen aus drei Rohren Wasser in die Flammen spritzen. Im Laufe der Nacht werden noch mehr Leitungen verlegt. Auch die Drehleiter der Feuerwehr Hameln ist im Einsatz. Aus luftiger Höhe können die Freiwilligen die Flammen gezielt bekämpfen.
 In dem scheunenähnlichen Haus sind die Rundballen-Heizung, die Ölheizung und die Tanks des Hähnchenmastbetriebes untergebracht. Neben dem Gebäude steht ein Gastank. Er ist zwar leer, in ihm dürften sich aber noch Reste befinden. Pieper lässt den Druckbehälter kühlen. Die Feuerwehr Behrensen besprüht den hinteren Teil des Strohkraftwerkes – und verhindert, dass die Flammen auf die Ölheizung übergreifen.
 Um 3.48 Uhr ist das Feuer an der Behrenser Straße gelöscht. Die meisten der 76 Freiwilligen rücken ein. Zurück bleibt eine Brandwache, die die Ruine bis 9.20 Uhr auf Brandnester absucht.
 Die Polizei hat ihre Ermittlungen aufgenommen. Die Ursache des Brandes stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Der Schaden wird auf 100 000 Euro geschätzt.

 

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