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Landesregierung nimmt Stellung zu Wouldham-Überlegungen

Großes Übungsgelände? Kein Bedarf

HAMELN. Geht es nun voran an auf dem ehemaligen britischen Armeegelände an der Weser? „Jetzt kann es mit dem Naturschutz losgehen“, sagt zumindest die grüne Fraktionschefin im Landtag, Anja Piel.

veröffentlicht am 15.05.2019 um 14:32 Uhr
aktualisiert am 15.05.2019 um 16:41 Uhr

Was wird aus dem Wouldham-Gelände an der Weser? Foto: Dana
Frank Henke

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Frank Henke Redaktionsleiter zur Autorenseite
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Die Grünen hatten eine kleine Anfrage zu den Plänen für das Wouldham Camp unterhalb der Ohrschen Landstraße an die rot-schwarze Regierung in Hannover gerichtet. „Die Landesregierung macht klar, dass sie keinen Bedarf für ein Übungsgelände des Katastrophenschutzes sieht“, fasst die Fischbeckerin Piel die Antwort zusammen.

Der heimische Landtagsabgeordnete Ulrich Watermann (SPD) hatte sich für ein überregionales Katastrophenschutzzentrum an der Weser stark gemacht – geeignet für Übungen von Feuerwehr, THW, DRK und Polizei. Dafür bekam er Unterstützung aus der Hamelner SPD.

Die Landesregierung verweist nun in ihrer Antwort auf die Niedersächsische Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Celle-Scheuen, einem „Ausbildungs- und Trainingszentrum mit einer Fläche von über 70 Hektar“. Dort investiere das Land aktuell über 80 Millionen Euro.

Für die Renaturierung des Geländes zwischen Weser und Bundesstraße – ein Auenwald soll sich entwickeln – habe das Land bereits knapp 10 000 Euro gezahlt, weitere 54 000 Euro sind bewilligt. „Gegebenenfalls“ könne das Wouldham Camp aber zusätzlich als Einrichtung „für den örtlichen Katastrophenschutz“ eine Rolle spielen, heißt es nun im Papier aus Hannover. Doch das sei Angelegenheit der „örtlichen Behörden“. Damit ist die Landesregierung auf einer Linie mit eben diesen „örtlichen Behörden“, sprich: der Stadtverwaltung. Diese würde gerne den eingeschlagenen Weg fortsetzen. Der Großteil des Geländes bliebe dann der Natur überlassen, die oberen, bebauten zwei Hektar des 22-Hektar-Areals könnte die örtliche Feuerwehr als festes Übungsgelände nutzen.

Für Piel ist der Fall klar: „Niedersachsen verfügt über ein Übungsgelände für den Katastrophenschutz in Celle, das auch gerade ausgebaut wird.“ Es sei also gar nicht nötig, über ein zusätzliches Übungsareal von überregionaler Bedeutung nachzudenken. „Wichtig ist, dass wir gut ausgebildete Kräfte im Katastrophenschutz haben. Und das ist der Fall. Ich sehe keinen weiteren Handlungsbedarf.“ Der Renaturierung steht demnach nichts mehr im Wege.

Doch Ulrich Watermann ist anderer Meinung. Die Landesregierung habe in erster Linie aus Sicht der Polizei geantwortet, sagt er. Feuerwehr und THW sähen die Angelegenheit ganz anders: „Solche Gelände werden gebraucht“, betont er. Um bei Wassereinsätzen oder Großfeuern gewappnet zu sein. Erledigt ist die Idee des Katastrophenschutzzentrums mit der Ablehnung aus Hannover für ihn noch nicht: Der Bund, derzeit Eigentümer des Areals, könnte es schlicht nicht hergeben, offiziell in der militärischen Nutzung belassen und den Blaulicht-Einheiten zur Verfügung stellen. „Der Bund muss jetzt in die Hufe kommen“, sagt Watermann.



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