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Großeinsatz - Feuerwehr rettet sechs Menschen über Drehleiter

veröffentlicht am 02.09.2011 um 23:12 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr


Hameln (ube). Die Hamelner Feuerwehr hat am Freitagabend sechs Menschen, darunter zwei Kinder, aus einem Mehrfamilienhaus an der Fischbecker Straße gerettet - den Hausbewohnern war der Fluchtweg abgeschnitten worden. Die Regionalleitstelle löste einen Großeinsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst aus. Polizisten sperrten die Fischbecker Straße (B 83) und die Domeierstraße; sie leiteten den Verkehr um.

Er stinkt nach verbranntem Kunststoff und ist pechschwarz – der hochgiftige Rauch versperrt den Bewohnern eines Mehrfamilienhauses an der Fischbecker Straße den Fluchtweg. Vier Erwachsene und zwei Kinder haben Angst; sie stehen an den Fenstern und warten auf Hilfe. Um 20.24 Uhr laufen die ersten Notrufe in der Regionalleitstelle „Weserbergland“ ein. „Das Treppenhaus ist total verqualmt. Hilfe! Wir kommen hier nicht mehr raus“, meldet ein Hausbewohner dem Leitstellen-Disponenten Thomas Ebeling. Angesichts der dramatischen Lage lösen Thomas Ebeling und sein Kollege Ralf Löschner die zweithöchste Alarmstufe aus. Der 3. und 4. Zug der Feuerwehr Hameln und die Ortswehr Afferde rücken aus. Notarzt Dr. Joachim Jaeger sowie die Besatzungen von sechs Rettungs- und Krankenwagen des Roten Kreuzes und der Feuerwehr fahren ebenfalls zum Brandort. Der Löschzug der hauptberuflichen Wachbereitschaft ist bereits 60 Sekunden nach Alarmierung vom Hof der Feuerwache an der Ruthenstraße gerollt. Die erste Meldung lautet: „Wohnungsbrand!“
 Noch auf der Fahrt zur Fischbecker Straße erhalten die Männer neue Informationen über Funk: „Es sind noch sechs Menschen im Gebäude“, teilt Ralf Löschner mit.
 Als sich die Feuerwehrleute dem Brandort nähern, sehen sie eine Rauchsäule aufsteigen. Eine Familie mit zwei kleinen Jungen winkt aus einem Dachgeschossfenster, ein junges Pärchen sitzt auf der Fensterbank darunter.
 Oberbrandmeister Bernhard Mandla steigt in den Drehleiterkorb, fährt hoch zu den Eingeschlossenen. „Die Leute riefen mir irgendetwas zu. Ich habe nicht verstanden, was sie schrien“, sagt der Feuerwehrmann. Zunächst bringt Mandla die Familie in Sicherheit. Dem Pärchen ruft er zu: „Ich bin gleich bei Ihnen. Bleiben Sie ruhig!“
 Alles geht gut. Die Rettung der sechs Hausbewohner ist bereits nach zehn Minuten abgeschlossen. Notarzt Jaeger und Sanitäter bringen die Menschen zu den Rettungswagen, die in der Domeierstraße stehen. Sie werden untersucht und betreut. Wäre ja möglich, dass jemand zu viel Rauch eingeatmet hat. Die Geretteten werden in das Sana-Klinikum gebracht. Ortsbrandmeister Emil Burose leitet den Einsatz. „Es brennt im Keller. Der Qualm zieht durch das Treppenhaus nach oben“, sagt er. Trupps, die das Feuer löschen, tragen schweren Atemschutz.
  Ein Team der Tatort-Gruppe macht Fotos, befragt Zeugen und sucht nach Spuren. Die Brandursache ist bei Redaktionsschluss noch unbekannt.



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