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Ökumenische Kirchenzentrum Klein Berkel blickt auf 40 Jahre zurück

Große Helferbasis – damals wie heute

HAMELN. Das Ökumenische Kirchenzentrum Klein Berkel blickt zurück auf 40 Jahre. Fast ein halbes Jahrhundert leben und wirken hier schon zwei Gemeinden unter einem Dach – die katholische St. Vizelingemeinde und die evangelische St. Johannisgemeinde. Sie teilen sich eine Kirche und das Dietrich Bonhoeffer Haus als Gemeindehaus.

veröffentlicht am 23.06.2016 um 19:33 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:50 Uhr

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Autor:

Diana Koschorreck
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Mit einigen Veranstaltungen, die über das Jahr verteilt sind, wird das Jubiläum nun gefeiert. Zum Beispiel mit alten Bildern und Erinnerungen aus der Anfangszeit des Zentrums. Rückblickend schätzen die Mitwirkenden des Ökumenischen Zentrums vor allem den Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft der Gemeinde.

Am 6. März 1976 wurde der Grundstein für die St. Vizelin Kirche und das Dietrich Bonhoeffer Haus gelegt. Schon am 28. November des selben Jahres konnte die Kirche mit einem ökumenischen Gottesdienst eingeweiht werden. Seitdem haben es sich beide hier beheimateten Gemeinden zur Aufgabe gemacht, auch als soziales Zentrum für die Bürger zu fungieren. Durch viele gemeinsame Aktionen und die über die Jahre fast dreißig entstandenen Gruppen, – von Frauenfrühstück über die Sternsinger und das Literaturcafé – die sich regelmäßig treffen, sollte eine konfessionsunabhängige Gemeinschaft in Klein Berkel entstehen. „So langsam entwickelt es sich immer mehr in diese Richtung“, sagt Gabriele Böhm, die als Minikonfer-Beauftragte und Ehrenamtliche in der Gemeinde arbeitet, „es kommen auch immer mehr außergemeindliche Menschen her, um an Aktivitäten teilzunehmen.“ Vor allem das Public Viewing zur EM im Bonhoeffer Haus sei ein Publikumsmagnet.

Eine der am längsten existierenden Gruppen am Ökumenischen Kirchenzentrum ist die „Klönstunde“. Hier treffen sich schon seit dem Gründungsjahr des Zentrums Frauen, um sich auszutauschen, zu diskutieren – zu klönen eben. Auch die Partnerschaft mit einer Gemeinde im brasilianischen Belo Horizonte besteht schon 35 Jahre. Im zwei Jahresrhythmus besuchen sich die Gemeinden gegenseitig. Laut des langjährigen Mitglieds des Kirchenvorstandes, Volkmar Flemming, hat gerade diese Partnerschaft die beiden Gemeinden im Ökumenischen Zentrum sehr stark miteinander verbunden.

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  • Von außen hat sich seit 1976 nicht viel verändert. Foto: privat
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  • Ein paar der vielen „helfenden Hände“ am Ökumenischen Zentrum (v.l. Volkmar Flemming, Gudrun Pausch, Angelika Jäckel, Gabriele Böhm, Altrud Troche und Pastor Ulrich Wittmann) Foto: dk

Vor zehn Jahren dann wurde die Gemeinde in Klein Berkel noch größer. Die katholische St. Vizelin- fusionierte mit der Aerzener St. Bonifatius- und der St. Elisabethgemeinde aus der Hamelner Nordstadt. Im letzten Jahr tat es ihr die evangelische Seite des Ökumenischen Zentrums gleich und verband sich mit der St. Martin Gemeinde in Ohr – es entstand die Kirchengemeinde am Ohrberg. „Durch die Vergrößerung wurde das ehrenamtliche Engagement noch bemerkenswerter“, sagt Pastor Ulrich Wittmann. Die festen Mitarbeiter hätten gar nicht mehr alle Arbeit alleine geschafft. „Aber diese Basis an Helfern, hat unsere Gemeinde von Anfang an geprägt“, fügt Gabriele Böhm, die momentan von 450 bis 500 ehrenamtlich Arbeitenden ausgeht, hinzu. Viele davon waren auch beim Bau des „Garten Eden“ am Ökumenischen Zentrum dabei. „Wir haben drei Jahre lang daran gearbeitet – ohne Maschinen, nur mit Muskelkraft“, sagt die 59-Jährige. 2006 wurde der Garten hinter dem Ökumenischen Zentrum dann letztendlich eingeweiht.

Aber nicht nur in der Vergangenheit brauchte die Gemeinde helfende Hände, auch für die Zukunft seien sie wichtig. „Was die Feierlichkeiten zum Jubiläum nämlich ein bisschen erschwert, ist die Renovierung des Bonhoeffer Hauses“, sagt Gabriele Böhm. Diese sei wegen Brandschutz- und Sanierungsmaßnahmen unbedingt nötig und habe eine vorübergehende Schließung des Hauses zur Folge. Der größte Teil des dafür benötigten Geldes soll aus Eigenmitteln und Spenden erzielt werden. „Unser Ziel sind 60 000 Euro an Spenden“, sagt Gabriele Böhm, „das sind ungefähr 26 Euro pro Gemeindemitglied – das sollte zu schaffen sein.“ Ein Drittel der 60 000 Euro seien bisher unter anderem durch telefonische Spendenaufrufe und eine Altmetallsammlung zusammengekommen. Außerdem soll eine Zusammenarbeit mit „Hajener Landbrot“ jetzt noch ein bisschen mehr Geld in die Renovierungskasse spülen. Während des gesamten Junis beteiligt der Inhaber der Bäckerei, Wilhelm Bente, die Gemeinde am Umsatz der beiden Filialen in Klein Berkel (Talstraße und Multimarkt). Außerdem fließen durch jeden Kauf des Brotes „Gemeindekruste“ 50 Cent in die Renovierungskasse des Ökumenischen Zentrums. „Wir sind sehr froh, dass sich jemand wie Herr Bente unserer Sache hier annimmt“, sagt Ulrich Wittmann. Am 2. Juli wird dann der Gesamterlös der Aktion um 11 Uhr auf der Terrasse des Dietrich Bonhoeffer Hauses verkündet.



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