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Stimmen von der After-Show-Party zur „Medicus“-Premiere

„Großartig“ – „toll“ - „historisch“

HAMELN. „Es war großartig“, mit diesem Fazit stand Scorpions-Frontmann Klaus Meine nach einem umjubelten Premierenabend im Theater nicht alleine da. Der Rocksänger aus der Wedemark lobte das „tolle Ensemble“ und befand, die Zeit sei wie im Flug vergangen.

veröffentlicht am 16.12.2018 um 14:01 Uhr
aktualisiert am 16.12.2018 um 16:30 Uhr

Die Ehrengäste – links Scorpions-Sänger Klaus Meine – applaudieren nach der Premiere.
Kerstin Hasewinkel

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Kerstin Hasewinkel Stv. Redaktionsleiterin zur Autorenseite
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Für Prof. Madjid Samii, Schirmherr des Musicals „Der Medicus“, war es gar ein „historischer Abend“, wie er bei der After-Show-Party im Weserberglandzentrum befand. Als Hirnforscher wisse er darum, wie Spiel und Gesang Glückshormone produziert hätten – und meinte dabei wohl Publikum wie Darsteller. „Ich kann das in Ihren Gesichtern lesen“, so der weltbekannte Neurochirurg, der eine illustre Schar an Fachärzten nach Hameln mitgebracht hatte. Da wunderte es nicht, dass so mancher Gag an diesem Abend besonders gut zündete: Etwa, wenn der alte Bader (überzeugt: Daniele Nonnis) zu den gelehrten Ärzten im Stück sagt: „Ehrlich gesagt, traue ich Euch studierten Medizinern nicht.“ Oder Mary Cullen (hervorragend: Johanna Zett) im Duett mit Fara (Sharon Rupa) singt, es sei das größte Glück, einen „Arzt in der Familie“ zu haben. Ohnehin wird viel gelacht, gibt es Szenenapplaus. Neben Friedrich Rau in der Rolle des Rob Cole hebt sich durch seine ausdrucksstarke Stimme besonders Reinhard Brussmann als Ibn Sina ab, Christian Schöne bringt als Karim und später als neuer Schah nicht nur die nötige Würze in den Palast, sondern eben auch ins Stück.

In die Herzen der Zuschauer spielt sich auch der junge Rob, der am Premierenabend von Habib Bastürk gespielt wird. Die Szenen werden vom grauen England bis zum farbenfrohen Persien immer bunter – vor allem im zweiten Teil nimmt das Stück rasant an Fahrt auf. Hier sind es auch die perfekt dargebotenen und mitreißenden Tanzszenen, vor allem die im Palast spielenden, die im Publikum für Begeisterungsstürme sorgen. Besonders eindrucksvoll: der Tanz der Schachfiguren „Alles nur ein Spiel“, der durch Choreografie und Darstellung besticht.

Was die Darsteller unter Leitung des Produzenten Peter Scholz und des Dramaturgen Christoph Jilo zu der Musik des Komponisten Dennis Martin ins Hamelner Theater gebracht haben, ist beachtlich, verdient nicht nur wegen der professionellen Darbietung Lob und Anerkennung, denn nicht zu vergessen ist die Hamelner Bühne deutlich kleiner als die in Fulda, wo das Stück nach seiner Uraufführung vor zwei Jahren Erfolge feierte. Darauf setzen jetzt auch die Hamelner, mit nahezu 90 Prozent verkaufter Karten dürfte die Hoffnung berechtigt sein. Bis 3. Januar gibt es Vorstellungen, für manche sind laut HMT-Chef Harald Wanger nur noch Einzelkarten zu haben. Warum die Kooperation mit der Fuldaer Spotlight-Produktion aus Sicht der Hamelner so ideal ist, erklärt Stadtmanager Dennis Andres: „Geheimnis, Magie und Verführung – das passt zu uns.“

3 Bilder
Die gefeierten Darsteller am Freitagabend auf der Bühne des Hamelner Theaters. Fotos: dana

Und Prof. Samii ist sich sicher, dass ,,dieses Musical ein Evergreen für alle Generationen der nächsten tausend Jahre sein wird“.


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