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Lungenkranke, ältere und chronisch kranke Menschen gefährdet / Mediziner: Derzeitige Lage „ganz normal“

Grippe-Impfung im Januar noch sinnvoll

Hameln. Der Hals schmerzt, die Nase trieft, die Stimme bleibt weg – alles Anzeichen für einen grippalen Infekt, der jetzt wieder so manchen Hamelner erwischt hat. Hielten sich Magen- und Darm-Beschwerden nach den Feiertagen trotz der oft exzessiven Völlerei noch in Grenzen, so scheinen die Erkältungsviren so manchen jetzt fest im Griff zu haben. In den Hamelner Arztpraxen – jedenfalls in denen, die in diesen Tagen überhaupt geöffnet haben – hält sich der Andrang gleichwohl in Grenzen. Das bestätigt jedenfalls Dr. Markus Hedemann von der Gemeinschaftspraxis am Posthof. Der Sprecher der Hamelner Kassenärzte, der sich auch zwischen den Jahren um seine Patienten kümmert, nennt die Lage „ganz normal“.

veröffentlicht am 30.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 09:21 Uhr

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Autor:

Christa Koch
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In den Ohren von Betroffenen, die jetzt überwiegend still vor sich hinleiden, mag das verharmlosend klingen, doch wirklich gefährlich ist so ein Infekt nur für wenige. „Es gehört nun mal zum Leben dazu, dass man deswegen mal ausfällt“, sagt der Mediziner. Und deswegen solle man sich nicht gänzlich vor der Außenwelt verschließen, ganz im Gegenteil: „Das Immunsystem darf nicht einschlafen. Insofern ist es auch nicht ganz richtig, wenn empfohlen wird, jegliche Kontakte zu anderen zu vermeiden. Und unrealistisch ist es sowieso“, sagt Hedemann.

Dennoch will auch er das Ganze nicht herunterspielen. „Gefährdet sind insbesondere Lungenkranke, Menschen über 60, chronisch Kranke oder Patienten in einer Chemotherapie und auch solche, die viel Kontakt zu anderen haben, etwa die Mitarbeiter der Pflegedienste. Sie sollten sich impfen lassen“, empfiehlt er. Eine Impfung sei auch Anfang Januar noch angeraten – es dauere etwa zehn Tage, bis sie wirksam werde. Die Impfung allerdings wirkt nur gegen die echte Virusgrippe, gegen eine banale, wenn auch lästige Erkältung schützt sie nicht.

„Die Grippe ist eine sehr schwere, teilweise lebensbedrohliche, plötzlich auftretende und hoch fieberhafte Erkrankung nicht nur der Atemwege, sondern des ganzen Körpers. Sie ist nicht mit einer normalen Erkältung zu vergleichen und muss sehr ernst genommen werden“, rät Dr. Hans-Bernhard Behrends, Landesarzt des DRK Niedersachsen. Das Tückische an der Influenza sei, dass sie schon einen Tag vor dem Auftreten von Krankheitsanzeichen ansteckend sei. „Außerdem bleiben 40 bis 50 Prozent der Infizierten überhaupt ohne Symptome und geben das Virus unbemerkt weiter, weshalb es schnell zu einer Grippewelle kommen kann“, warnt er. Die Ansteckung könne nicht nur über mehrere Meter weit über die Tröpfchen in der Atemluft erfolgen, sondern ebenso leicht direkt über die Hände. Zudem gebe es Schmierinfektionen, weil das Virus stundenlang etwa auf Türklinken ansteckend bleibe. Behrends Tipp: „Häufiger für mindestens 20 Sekunden die Hände einseifend waschen.“

Und was tun, wenn es einen trotzdem erwischt, wenn auch „nur“ mit einer Erkältung? „Viel Flüssigkeit ist ganz wichtig“, empfiehlt der Hameler Mediziner Hedemann. Und auf jeden Fall absolute körperliche Schonung. Auch wenn Sport im Grundsatz immer gut sei: „Bei einer Erkältung kann das ausgesprochen gefährlich werden.“



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