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Griese sorgt für Fassungslosigkeit

veröffentlicht am 09.07.2009 um 16:59 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Hameln (HW). Mit Fassungslosigkeit hat die Verwaltung die Aussagen des CDU-Fraktionsvorsitzenden Claudio Griese aufgenommen, wonach aufgrund von Problemen im Kanalnetz der Innenstadt erhebliche Mehrkosten bei der Erneuerung der Fußgängerzone und sogar Überschwemmungsgefahr drohten. „Das Kanalnetz befindet sich in einem einwandfreien, betriebssicheren Zustand und ist ausreichend dimensioniert“, betont der städtische Pressesprecher Thomas Wahmes. Mit seinen Aussagen sorge der Politiker für Verunsicherung bei Bürgerinnen und Bürgern, „und das können wir jetzt überhaupt nicht gebrauchen“. Griese hatte sich gegenüber dieser Zeitung auf Aussagen eines Ingenieurs berufen, der zu der Erkenntnis gelangt sei, dass wegen eines zu geringen Durchmessers der Kanalrohre die Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden könne und auch Überflutungen in der Innenstadt drohten.
 Im Rathaus hat diese Einschätzung des Christdemokraten für großes Unverständnis gesorgt. „An Herrn Griese scheinen alle Informationen vorbeigegangen zu sein“, heißt es in der Verwaltung. Bereits in den Jahren 1995 bis 2003 habe die Stadt einen 2,7 Kilometer langen Entlastungskanal gebaut, der vom Bahnhofsplatz über Karl-, Süntel- und Fischbecker Straße bis zur Jugendherberge verlaufe. Insgesamt 10,5 Millionen Euro seien investiert worden, damit Abwässer um die Altstadt herum geleitet werden können. „Wir verstehen nicht, wie Herr Griese zu der Auffassung kommt, das Projekt Kanalnetz liege in einem ,Giftschrank‘, an den sich keiner herantraue“, heißt es. Wenn die Verwaltung dieses Thema nicht mehr anspreche, dann nur aus dem Grund, weil „längst alles in vorbildlicher Weise abgearbeitet ist“, sagt Wahmes und verweist darauf, dass die Stadt zuletzt im vergangenen Jahr zur Vorbereitung des Projekts Fußgängerzone gezielt das Kanalnetz im Bereich Pferdemarkt und Hochzeitshaus untersucht habe. Mit dem Ergebnis, dass der Kanal als betriebssicher gelte und sich in gutem Zustand befände. Festgestellt worden seien lediglich kleinere Schäden, die bis Ende dieses Jahres behoben werden sollen. Die Kosten dafür beziffert die Verwaltung mit 110 000 Euro
 Auch mit der Vermutung, die Stadt klammere das Thema Kanalnetz aus, um weitere Kostensteigerungen bei der Erneuerung der Fußgängerzone zu vermeiden, liege der CDU-Fraktionschef „total daneben“, wurde aus dem Rathaus laut. Selbst wenn Kosten für eine Sanierung des Kanalnetzes anfielen, würden diese im Gebührenhaushalt veranschlagt und nicht das Projekt Fußgängerzone belasten, stellt Wahmes klar und ergänzt: „Das müsste ein Fraktionsvorsitzender wissen. Er sollte sich bessere Berater suchen“.



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