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Lippmann baut im Fachbereich 3 um und kritisiert die Mehrheitsgruppe – doch die lässt das kalt

Griese: „Hier ruft der Täter: Haltet den Dieb“

Hameln (fh/red). Mit „allergrößten Bauchschmerzen“ habe sich die Oberbürgermeisterin zu dieser Entscheidung durchgerungen, ist in der Mitteilung aus dem Rathaus zu lesen. Der Grund für Susanne Lippmanns Bauchschmerzen: Die Leitung des Fachbereichs 3 – zuständig für Bildung, Familie und Kultur – wird neu organisiert. Von einer „Notbremse“ ist die Rede.

veröffentlicht am 02.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 12:21 Uhr

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Bereits in der Vorgeschichte spielt Lippmann eine entscheidende Rolle. Der bisherige Fachbereichsleiter Andreas Breitkopf musste im vergangenen Herbst seinen Posten räumen. Eine Personalentscheidung der Verwaltung und ihrer Chefin Lippmann. Breitkopf blieb zunächst im Amt – als kommissarischer Stellvertreter seiner selbst. Eine Ausschreibung lieferte zwischenzeitlich keinen geeigneten Kandidaten.

Die Mehrheitsgruppe im Stadtrat aus CDU, Grünen und Unabhängigen beschloss nun im März, die Stelle nicht neu zu besetzen. „Wir halten den Fachbereichsleiter aufgrund der Umstrukturierung des Fachbereichs nicht mehr für unbedingt erforderlich“, sagt Claudio Griese, CDU-Fraktionschef und Sprecher der Mehrheitsgruppe. Und wenn es denn unbedingt ein Fachbereichsleiter sein solle: „Andreas Breitkopf arbeitet ja noch immer für die Stadt.“

Aus Sicht Lippmanns stellt sich die Situation dramatischer dar: Die einzelnen Abteilungen des führungslosen Fachbereichs werden ab sofort, „vorübergehend“ wie es heißt, den übrigen Fachbereichen im Rathaus zugeordnet. „Der ordnungsgemäße Dienstbetrieb hätte sonst nicht mehr gewährleistet werden können.“ Der Beschluss der Mehrheitsgruppe habe sich nicht anders umsetzen lassen. Bedauerlich sei, heißt es aus dem Rathaus weiter, dass die Umstrukturierung „den wichtigen Aufgabenbereich Bildung, Familie und Kultur zurückwerfe“. Stadträtin Gaby Willamowius habe den Bereich erst im vergangenen Jahr neu aufgestellt; diese Aufbauarbeit werde nun „auf Eis gelegt“, wird die Oberbürgermeisterin zitiert.

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  • Fällte die Entscheidung ungern: OB Susanne Lippmann.

Diese Kritik am Beschluss der Mehrheitsgruppe ficht Griese nicht an. „Frau Lippmann hätte den Fachbereichsleiter ja nicht absetzen müssen“, sagt der CDU-Frakitonschef. „Hier ruft der Täter: Haltet den Dieb!“ Die nun eingeleitete Umstrukturierung nimmt Griese lediglich „zur Kenntnis“. Diese Entscheidung falle unter die Personalhoheit der Oberbürgermeisterin.

Im Einzelnen hat Lippmann nun folgende Neusortierung in den Fachbereichen vorgenommen:

Die Abteilung Kultur, Familie, Jugend und Alter geht an Fachbereichsleiter Wolfgang Pranke.

Ralf Wilde nimmt die Fachbereichsleitung für die Stadtbücherei und das Stadtarchiv wahr.

Dieter Schur ist als Fachbereichsleiter künftig auch für das Museum, die Jugendmusikschule und das Theater mit dem Veranstaltungsverband zuständig.

Volker Mohr übernimmt als Fachbereichsleiter die Abteilung Kindertagesstätten, Schulen und Sport.

Stadträtin Willamowius ist auch weiterhin als Dezernentin für den gesamten Fachbereich Bildung, Familie und Kultur verantwortlich.

Lippmann erklärt, das Vorgehen sei ihr auch deshalb schwergefallen, weil die Fachbereichsleiter bereits jetzt an der Belastungsgrenze arbeiteten. „Wir müssen uns auch darüber unterhalten, welche Projekte künftig nachrangig behandelt werden, denn wir können nicht noch mehr obendrauf packen“, sagt die Oberbürgermeisterin.

Die Leitung des Fachbereichs „Bildung, Familie und Kultur“ wird im Rathaus neu organisiert. Vorausgegangen war eine Entscheidung der Mehrheit im Stadtrat.

Foto: Dana



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