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Wie Cafés und Gaststätten den Internet-Zugang ermöglichen

Grenzenlos, drahtlos – wo HotSpots zum Surfen laden

Hameln (karo). Wer nicht mehr nur zu Hause im Internet surfen möchte, hat immer häufiger auch an öffentlichen Orten Zugang zum World Wide Web. 15 000 dieser Wlan-Hotspots gibt es nach Angaben des Fachverbandes Bitkom bereits. Als Wlan-Hotspots bezeichnet man drahtlose Internetzugriffspunkte an öffentlichen Orten. Die Entwicklung dieser öffentlichen Internetzugänge sei positiv – in Deutschland jedoch zögerlich. Grund dafür ist laut Bitkom die unsichere Rechtslage. Die Anbieter können beispielsweise im Falle von illegalen Downloads der Nutzer im Internet haftbar gemacht werden. Daher liege Deutschland im internationalen Vergleich lediglich auf Platz 15. Pro 100 000 Einwohner gebe es in Deutschland zurzeit 18 Hotspots. Schweden biete bereits 85 Hotspots pro 100 000 Einwohner an und sei somit Spitzenreiter.

veröffentlicht am 18.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 19:41 Uhr

Dieses Symbol kennzeichnet öffentliche Internetzugänge.  Foto: d
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Auch einige Hamelner Cafés und Gaststätten bieten inzwischen diesen Service an: Reza Amiri, Inhaber des Papa Hemingway am Münsterkirchhof, stellt in seiner Gaststätte seit 2007 einen solchen Hotspot zur Verfügung. Die Nutzung des Internets sei kostenlos – das Angebot werde ein- bis zweimal am Tag sowohl von alten als auch jungen Menschen und Geschäftsleuten in Anspruch genommen. Um sich in das bereitgestellte Wlan-Netz einzuwählen, ist hier ein Passwort nötig, das man von den Mitarbeitern der Gaststätte erhält. Auch das Eiscafé Piccoli in der Osterstraße bietet einen kostenlosen Internetzugriff an. Vor allem Touristen nutzen dort den öffentlichen Internetzugriffspunkt. Insgesamt sei der Gebrauch jedoch eher selten. Zum drahtlosen Internetzugang sei auch hier ein Passwort erforderlich.

Nach Angaben der Verantwortlichen im Coffeshop Relax am Pferdemarkt wurde der öffentliche Internetzugang anfangs nur selten genutzt. Doch nun registriere man eine verstärkte Nachfrage. Nutzer seien vor allem Geschäftsleute, Schüler und Studenten. Zum drahtlosen Surfen sei auch hier ein Passwort nötig.

Die Bereitstellung eines Internetzugangs ist aber nicht immer kostenlos. So kostet eine Stunde surfen in der Sumpfblume einen Euro. Die Sicherung des Wlan-Netzes durch ein Passwort ist zudem nicht in jedem Café gewährleistet. So berichtet Vera Roganovic vom Café Melounge, dass dort ein kostenloser Zugang zum Internet ohne einen Code möglich sei. Was wie ein Trend in den Hamelner Gaststätten und Cafés scheint, ist zumindest bis jetzt eher eine Ausnahme. Viele der Inhaber halten einen solchen Service für unnötig, da er nicht den Kundenansprüchen entspreche. „Der Hauptbetrieb bei uns findet in der Mittagszeit statt. Die Berufstätigen wollen dann nicht mehr an ihren Computern sitzen“, erklärt Olaf Mundhenke, Besitzer von Hamelns SuppenBar in der Thietorstraße. Er habe über die Einrichtung eines Hotspots nachgedacht, sich jedoch dagegen entschieden. Ulrike Deichman bezeichnet ihre Kaffeestuben in der Wendenstraße als „computerfreie Zone“. Computer passen nicht zum nostalgisch gemütlichen Ambiente, da die Stuben ein Ort der Ruhe seien. Sowohl Pantelis Argiriou, Inhaber des Santorin Grills in der Baustraße, als auch Nayif Örden, Besitzer des Steakhouses Cheyenne in der Baustraße, halten einen öffentlichen Internetzugang in ihren Gaststätten für unnötig. Die Menschen haben laut Örden immer weniger Freizeit. Daher wollen sie, wenn sie essen gehen, auch mal etwas Zeit für sich haben. „Hier kommt keiner auf die Idee, zwischen den Antiquitäten mit einem Computer zu sitzen“, erklärt Wilfried Steinmann, Inhaber des Cafés Antiquitäten und mehr, auf die Frage, warum er in seinem Café keinen drahtlosen Internetzugang anbietet. Payam Darabat, Inhaber des Böhmerwalds in der Sudetenstraße, äußert in diesem Zusammenhang die Vermutung, dass Hotspots in Cafés und Bars geeigneter seien als in Restaurants, da es in einem Restaurant hauptsächlich um das Essen gehe. Diese Vermutung scheint in Anbetracht der Gaststätten mit Wlan-Hotspot begründet: Die meisten Hamelner Gastronomen zeigen nur ein geringes Interesse an einem drahtlosen Internetzugang für ihre Gäste.

Auch in Hameln möglich: Surfen im Café. Foto: Bilderbox

Falls auch Sie nicht mehr nur zu Hause surfen möchten, finden Sie hier eine Übersicht über die Hotspots in der Hamelner Altstadt:

Sumpfblume, Am Stockhof 2a.

Café & Bar Melounge, Am Stockhof 2.

Eiscafé Piccoli, Ostertorstraße 14.

Relax Coffeshop, Pferdemarkt 8.

McDonalds Restaurant, Bäckerstraße 22.

Biergaststätte Papa Hemingway, Münsterkirchhof 8.



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