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Kunstprojekt mit Lichtinstallation endet mit Finissage am Sonntag

Graffiti am Münster

Hameln. Was sind das für Bilder, die am Münster zu sehen sind? Wer an den vergangenen Abenden an Hamelns ehrwürdiger Kirche vorbeigegangen ist, dem dürften die ungewöhnlichen Lichtinstallationen ins Auge gefallen sein. Anlass für die ungewöhnlichen Graffiti ist eine Kunstaktion. Die Künstlerin Nikola Dicke aus Osnabrück ist seit Mai in Kirchengemeinden entlang des Pilgerwegs Loccum–Volkenroda unterwegs. Sie gestaltet zum Themenjahr „Reformation und Bild“ bis Oktober mit den Menschen Kirchen auf dem Weg.

veröffentlicht am 28.10.2015 um 15:04 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 07:21 Uhr

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Jede der sechs Pilgerstationen stellte die Künstlerin vor eine neue Aufgabe. Keine Kirche glich der nächsten. Die beteiligten Mitarbeiter und Gemeindeglieder reagierten immer neu und anders auf das Angebot der Künstlerin. Auch die Pilger waren jeweils kurz dabei. Eines zog sich durch: Die Menschen am Weg, die die Lichtgraffiti von Nikola Dicke erlebten, wollten bleiben und ließen sich von den Installationen verzaubern. Einige holten ihre Stühle von zu Hause, um ihre filigran erleuchtete Kirche bei Nacht zu bestaunen. „Kann das nicht bleiben?“ fragten sie immer wieder. Und so blieb das eine oder andere Kunstwerk auf Zeit in und an den Orten entlang der Pilgerroute. Die Ergebnisse sind nun im Hamelner Münster mit Bildern, einer Klanginstallation, einem Film und eigens für Hameln entstandenen Werken zu sehen. Alles ist täglich von 9 bis 18 Uhr in der Kirche zu bestaunen – und an der Kirche, sobald die Dämmerung sich verdichtet.

„Kunst am Ziel“ heißt es am Sonntag, 1. November, im Münster. Dort wird die Ausstellung und das Kunstprojekt Kunst pilgert feierlich mit Worten, Musik, Brot und Wein beendet. Beginn der Finissage ist um 17 Uhr mit einem kleinen „Pilgerweg“ durch und um das Münster.

Mit der Finissage wird nicht nur die Ausstellung geschlossen, sondern auch das Kunstprojekt kommt zu seinem Ende. Es wurde von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und der Klosterkammer finanziert. Am Münster werden an sechs Stationen Musik und Texte sowohl das Projekt Revue passieren lassen, als auch das Münster in einem neuen und ungewohnten Bild erstrahlen lassen. Den Abschluss bildet ein Empfang mit der Künstlerin Nikola Dicke, die viel über ihre Erfahrungen auf dem Pilgerweg erzählen kann und wie sie ihre Lichtgraffiti an die Wand bekommt. Der Eintritt ist frei.hen



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