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Glühweintest - Balanceakt zwischen Heiterkeit und Ernst

veröffentlicht am 06.12.2009 um 19:15 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Zum Test in Hameln: Mitglieder des Glühweinvereins Göttingen.

Hameln (fn). Sie haben eine kurze Saison – eine verdammt kurze, aber dafür unglaublich viel Spaß bei der Ausübung ihres Vereinslebens. Und ihr Verein ist in Deutschland einzigartig. Seit elf Jahren hat es sich der Glühweinverein Hetjershausen aus Göttingen zur Aufgabe gemacht das winterliche Heißgetränk und die Atmosphäre verschiedener Weihnachtsmärkte auf Herz und Nieren zu testen.
 Einmal im Jahr verlassen die Glühweinfreunde deshalb das heimische Terrain im Süden Niedersachsens und reisen in „offizieller Mission“ quer durch die Lande. Am Wochenende schlug für die Rattenfängerstadt Hameln die Stunde der Wahrheit. „Wir vollführen einen Balanceakt zwischen Heiterkeit und Ernsthaftigkeit, wobei wir von Außenstehenden zu ernst genommen werden“, stellt der Vorsitzende Walter Noth den Spaßfaktor in den Vordergrund und macht sich mit seinen elf Mitstreitern an die „Arbeit“, sprich an die Becher.
 „Hmm, der schmeckt würzig. Angenehm, nicht zu süß und zu trocken. Eine gute aromatische Mischung. Das ist kein Fertigglühwein.“ Einhelliges Urteil der selbst ernannten Tester zum bei Ehlerding ausgeschenkten winterlichen Heißgetränk. „Glühwein muss heiß sein, darf aber nicht die 70-Grad-Celsius-Marke überschreiten. Dann verdünnisiert sich der Alkohol, dessen Anteil sieben Prozent betragen muss, meist aber zwischen acht und 13 Prozent beträgt“, weiß Noth zu berichten und kennt zudem die Auswirkungen der beizugebenden Kräuter: „Kardamom ist Appetit anregend und gut gegen Blähungen. Und Zimt sagt man eine aphrodisierende Wirkung nach“. 

 Der Glühwein an gleich drei Hamelner Weihnachtsmarkt-Hütten wird von den Hetjershausenern als Fertiggetränk identifiziert, allerdings „auf einem hohen Niveau“, wie die Vereinsmitglieder attestieren. Die Qualitätsunterschiede bei „Hüttengaudi“, „Etis Hütte“ und der „Glühweinhütte“ am Markt sind „bei fertigen Weinen schwer zu unterscheiden“, wie zu erfahren ist. Noth weiß fast alles über das Getränk zu berichten. Auch, dass Conditum Paradoxum, ein antiker römischer Würzwein, Vorläufer dieses Getränks gewesen sein soll. 



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