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Schuppe eines Karpfens im Portemonnaie soll Wohlstand versprechen – auch vierblätteriger Klee gefragt

Glücksbringer für den Silvesterabend

Hameln. Kaum hat sich das Weihnachtsfest verabschiedet, schon steht mit Silvester die nächste Feier vor der Tür. Höchste Zeit also, an die Vorbereitungen zu denken. Manche Besucher nutzten den am Heiligen Abend stattfindenden Wochenmarkt deshalb nicht nur für ihre restlichen Weihnachtseinkäufe, sondern blickten vorausschauend auf den Jahresausklang und auf den Start ins neue Jahr. Und dazu gehört in vielen Familien ein schmackhafter Karpfen.

veröffentlicht am 27.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 17:41 Uhr

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An beiden Fischständen wurden am 24. Dezember Bestellungen für Silvester entgegengenommen. „Karpfen blau ist zwar immer noch gefragt, aber immer beliebter werden auch andere Zubereitungsarten“, betont Anke Daniel vom Stand der Firma „Fischotto“. Karpfen gebacken mit Meerrettich und Gemüse, Karpfen in Bierteig, panierte Karpfenfilets oder Karpfen mit Pilzen gefüllt – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Traditionsbewusste Kunden schwören übrigens immer noch auf den Karpfen als Glücksbringer. So soll eine Schuppe des Silvesterfisches das ganze Jahr über für Wohlstand sorgen, wenn sie in der Neujahrsnacht ins Portemonnaie gelegt wird.

Auf dem Wochenmarkt am Heiligen Abend waren aber auch noch andere Glücksbringer zu finden – allerdings noch nicht in üppiger Vielfalt, sondern eher in überschaubaren Mengen. Gemeint ist der Glücksklee, der mit und ohne Schornsteinfeger gern am Heiligen Abend oder hauptsächlich zum Jahresbeginn verschenkt wird. An einigen Blumenständen zogen die kleinen „Töpfe voller Glück“ die Augen der Kunden auf sich. Beispielsweise am Stand von Blumen-Ehlerding. „Für viele Leute ist der Glücksklee eine beliebte Aufmerksamkeit am Neujahrstag“, betont Blumenhändlerin Sabine Dreyer. Besonders gefragt seien die vierblättrigen Kleeblätter in Kombination mit Schornsteinfeger und Fliegenpilz. Drei Glücksbringer in einem Topf– da kann ja nichts mehr schiefgehen.

Zwar nicht als Glücksbringer bekannt wie der Klee, trotzdem aber „Gute-Laune-Blumen“, sind Tulpen. In großer Farbenpracht waren sie auf dem Wochenmarkt am Heiligen Abend das Pendant zu Weihnachtssternen und ein kleiner „Seelenwärmer“ bei Regen und Sturm. „Tulpen verkünden den Start ins neue Jahr“, sagt Sabine Dreyer.

Zum Jahresende gehören traditionell auch Rückblicke auf das vergangene Jahr. Eine rundum positive Bilanz zum Wochenmarkt zieht Stefan Geyer. „Der Hamelner Wochenmarkt wird zu einem immer größeren Anziehungspunkt“, betont der Sprecher der Interessengemeinschaft des Hamelner Wochenmarkts. Längst habe er sich von einer „Versorgungsstation“ in einen kommunikativen Treffpunkt und eine Oase für Feinschmecker und Qualitätsbewusste entwickelt. Der seit 1976 vor dem Rathaus ansässige Wochenmarkt sei ein großer „Tante-Emma-Laden“, in dem nicht nur das leibliche Wohlergehen eine Rolle spiele, sondern auch das Miteinander. „Man kennt sich und man freut sich auf die Begegnungen“, sagt Geyer. Mit 60 bis 65 Ständen, manchmal auch mehr, biete der Wochenmarkt alles, was das Herz begehre – einen Klönschnack gebe es gratis dazu. In den Sommermonaten platze der Wochenmarkt an Samstagen regelrecht aus seinen Nähten. „Vor drei Jahren wurden mit Unterstützung der Jugendwerkstatt an einem Samstag mehr als 14 000 Besucher gezählt“, erinnert sich der Sprecher.

Vom Hamelner

Wochenmarkt berichtet Christiane

Stolte



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