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Stadtdirektor zog für das Jahr 1964 „erfreuliche Bilanz“

Glockenspiel und Wohnungsbau

Hameln. Auch vor 50 Jahren blickte man zum Jahreswechsel zurück und fragte: Was hat das Jahr gebracht? Welche Veränderungen gab es? Welche Ereignisse sind im Gedächtnis geblieben? 1964 ließ der damalige Stadtdirektor Rötger Groß das Jahr in der Dewezet Revue passieren und zog eine „erfreuliche Bilanz der Stadt Hameln“.

veröffentlicht am 02.01.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 17:21 Uhr

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Autor:

Svenja-A. Möller
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Auch wenn der Stadtdirektor im Dezember erst seit sieben Monaten im Amt war, konnte er damals einen umfassenden Überblick des gesamten Jahres geben. Besonders stolz war Groß auf die neuen Großbauten der Stadt: der Rohbau des Verwaltungsgebäudes der Stadtwerke, die Schule am Basberg, die Erweiterung der Pestalozzi-Schule und den Umbau der Viktoria-Luise-Schule. Für Groß im Jahr 1964 ebenso nennenswert: der neue Operationstrakt des Stadtkrankenhauses, der Umbau des Kindergartens an der Domeierstraße und der neue Spielplatz im Bürgergarten.

Auch auf die Errichtung des Glockenspiels am Hochzeitshaus blickt Groß im Artikel vor 50 Jahren zurück – sie sei ein wichtiger Punkt für den Fremdenverkehr. Um diesen weiter zu stärken, sollten laut Groß mehr Möglichkeiten für Tagungen – zum Beispiel Hotels – zur Verfügung gestellt werden. Im Jahr 1964 entstanden in Hameln über 500 Wohnungen. Groß: „Ich hoffe, dass wir auch im nächsten Jahr wieder eine wesentliche Zahl von öffentliche geförderten Wohnungen zustande bringen.“ Und: „Wir müssen dies aus verschiedenen Gründen tun, umso mehr, als Hameln voraussichtlich am 1. Juli 1965 weißer Kreis wird.“ Wenn die Wohnungen einer Stadt nach Aufhebung der Mietpreisbindung preisfrei wurden, wurde dies in den 1960er Jahren als „weißer Kreis“ bezeichnet.

Ein Grund für mehr freien Wohnraum damals: der Bevölkerungsrückgang. Groß erklärte sich diesen 1964 damit, dass „Baulustige“ auf günstigere Grundstücke außerhalb der Stadt ausweichen würden. Daher müsse man in Zukunft dafür sorgen, ausreichend Baugelände bereitzustellen. So sollten auch Betriebe in der Stadt gehalten werden. Der Stadtdirektor war sich jedoch der Schwierigkeit dieser Aufgabe bewusst.

In die Zukunft blickte Groß recht zuversichtlich: Mit dem Bau einer weiteren Weserbrücke könne mittlerweile fest gerechnet werden und auch um die Ansiedlung einer Hochschule oder eines wissenschaftlichen Instituts würde man sich bemühen.



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