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Gleich nach dem Schuldspruch – Haftverschonung für Messerstecher

veröffentlicht am 18.03.2010 um 17:00 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:36 Uhr

Hameln (ube). Er ist zum zweiten Mal innerhalb von 16 Monaten wegen ein und derselben Straftat verurteilt worden, hat wegen einer Messerattacke auf einen Gast der Hamelner Diskothek „Schroeders“ fast zwei Jahre in Untersuchungshaft gesessen – und durfte nach dem jüngsten Richterspruch heim zu Frau und Kindern fahren. Und dennoch schwebt über dem Kopf von Familienvater Giovanni S. (29) aus Hameln, der gestanden hat, am 1. Mai 2008 den Peter W. (47) im Late Night Club „Schroeders“ an der Hamelner Deisterstraße mit einem Messerstich in den Kiefer verletzt zu haben, weiter das Damoklesschwert.
 Vier Jahre Haft wegen gefährlicher Körperverletzung – so lauteten im Dezember 2008 und im März 2010 die Urteile gegen den wegen Einbruchs und schweren Raubes vorbestraften Mann. Staatsanwaltschaft und Verteidigung haben Revision eingelegt. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre Haft wegen versuchten Totschlags, der Rechtsanwalt Freispruch (ersatzweise drei Jahre Gefängnis wegen gefährlicher Körperverletzung) beantragt. Damit geht der spannende Justizkrimi weiter, muss Giovanni S. als unschuldig gelten. Denn: In Sachen Messerattacke waren die gegen ihn verhängten Urteile niemals rechtskräftig.



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