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Hamelner Umweltausschuss reicht Problem weiter

Glascontainer in die Erde? Kreistag soll entscheiden

veröffentlicht am 16.09.2016 um 07:44 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:36 Uhr

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Autor:

Andreas Timphaus
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Das Altglas sollte also sprichwörtlich von der Bildfläche verschwinden – in den Containern, die in den Boden gelassen werden. In einigen anderen Städten werden sogenannte Unterflur-Systeme bereits seit längerer Zeit eingesetzt. Auch im Ausland erfreut sich diese Art von Müllcontainern großer Beliebtheit. Ob die modernen Sammelbehälter aber wirklich die Müll- und Lärmprobleme lösen könnten, darum ging es in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimaschutz am Donnerstag nur ganz am Rande.

Bereits bei der Vorstellung der Idee zeigte Gerhard Paschwitz (CDU) auf, dass letztlich Landkreis und Kreisabfallwirtschaft (KAW) als Betreiber sowie die Firma Tönsmeier als Entsorgungsunternehmen für eine Umsetzung zuständig wären. Die Stadt stellt nur die Flächen zur Verfügung. Genau an diesem Punkt sah auch Erster Stadtrat Hermann Aden das Problem. „Wenn wir den Vorschlag anpacken würden, wäre das eine freiwillige Leistung. Ich habe Sympathien für diese modernen Container. Aber: Es wäre ein ziemlich hoffnungsloses Unterfangen, den Landkreis dazu zu kriegen, Geld in die Hand zu nehmen“, schätzte er die Situation ein.

Auch bei den anderen Parteien lautete der Tenor zusammengefasst: falsche Baustelle, über diesen Antrag müsste der Kreistag entscheiden. Hans Wilhelm Güsgen (FDP) forderte Paschwitz, der am vergangenen Sonntag in das Kreis-Gremium gewählt wurde, dazu auf, seinen Vorschlag eine Stufe höher anzusiedeln. Und auch Ludger Mackenthun (Grüne) meinte, dass zwar ein Vollzugsdefizit bestehe, dieses aber an der KAW beziehungsweise der Firma Tönsmeier liege. Waltraud Mehring (SPD) meinte, dass es am Ende immer der Bürger selbst sei, der die Ecken um die Container herum verschmutze.

Paschwitz, der den Antrag seiner Partei initiiert hatte, verteidigte seine Idee. „Es muss ein großes Anliegen der Stadt sein, dieses Problem zu lösen. Wir sollten die Sache gemeinsam anpacken.“ Sein Parteikollege Jobst Brüggemann sprang ihm bei: „Die Stadt sollte prüfen, welche Standorte sich für solch ein Pilotprojekt eignen.“

Der Ausschuss votierte schließlich mehrheitlich gegen den CDU-Antrag.



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