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Sicherheitsberater ausgebildet

Gezielter Schutz für Senioren

Hameln. Wie verhindert man, dass Einbrecher die eigene Wohnung auswählen oder entlarvt Trickbetrüger, die sich am Telefon für den weit weg lebenden Enkel ausgeben? Obwohl Senioren statistisch weit unterdurchschnittlich Opfer von Straftaten werden als andere Bevölkerungsgruppen, ist bei ihnen das persönliche Sicherheitsempfinden oftmals stark beeinträchtigt. Das vermindert nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen, sie verkennen dadurch auch tatsächliche Gefahren und werden durch ihre Unsicherheit leichter zu Opfern. Sogenannte „Sicherheitsberater für Senioren“ sollen ab sofort helfen, gerade die Älteren zu sensibilisieren. An zwei Vormittagen hörten Interessenten aus dem Landkreis Referate von Fachkräften. Einen Großteil davon bestritten Referenten des Präventionsteams der Polizei, aber auch der Senioren- und Pflegestützpunkt und die Feuerwehr beteiligten sich. Die zertifizierten Sicherheitsberater sollen als Multiplikatoren dienen, das Gehörte im Freundes- und Bekanntenkreis oder dem Verein verbreiten und durch die Weitergabe von Ratschlägen und Tipps zur Vorbeugung auch Ängste nehmen. Beispielsweise kann man Einbrecher schon mit einfachen und günstigen Mitteln abschrecken: Einen zweiten Namen an das Klingelbrett schreiben, ein Schild „Vorsicht bissiger Hund“ aufstellen, oder darauf achten, dass keine hohen Hecken den Dieben geschützte Winkel für ihre Tat bieten.

veröffentlicht am 14.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:21 Uhr

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Die Veranstaltung traf schon im Vorfeld auf sehr großes Interesse. Für die vorhandenen 15 Plätze gab es 30 Anmeldungen. „Das war für uns eine angenehme Überraschung“, sagt Peter Linde vom Präventionsteam der Polizei. Nur die Zeit war etwas zu kurz angesetzt, da sind sich Teilnehmer, Polizisten und die Seniorenbeauftragte der Stadt, Hilke Meyer, einig. Daher soll es voraussichtlich im Oktober eine weitere Veranstaltung für angehende Sicherheitsberater geben, die dann mehr Zeit umfasst.

„Man kannte das meiste zwar schon, wurde aber für die Themen sensibilisiert und spricht darüber mit anderen“, resümiert Teilnehmer Wolfgang Schlinkmann seine Eindrücke. Marlis Warnke fand es „erschreckend, von den Polizisten zu hören, wie skrupellos die Leute beim Enkeltrick argumentieren“. Ihr Wissen aus den vergangenen Tagen will sie bei sich im Seniorenbeirat Emmerthal weitergeben und gern auch das Präventionsteam der Polizei dazu einladen. Wenn es etwas Neues gibt, sollen die Sicherheitsberater auch fortan zusammenkommen, um auf dem Laufenden zu bleiben.ms



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