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Gewalt hinter Gittern – Häftling (15) wochenlang grausam misshandelt

veröffentlicht am 12.11.2012 um 18:11 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:33 Uhr

Hameln (ube). Ein Untersuchungshäftling (15) der Jugendanstalt Hameln ist nach Meinung der Staatsanwaltschaft Hannover wochenlang von Mitgefangenen erpresst, gedemütigt, schikaniert, eingeschüchtert, bestohlen, misshandelt und verletzt worden.

Nach Angaben von Richterin Sabine Quak, Sprecherin des Amtsgerichts Hameln, war das Opfer zur Tatzeit erst 15 Jahre alt. Nach Informationen der Dewezet soll der Jugendliche mit Besenstil, Gürtel und Antennenkabel, mit der flachen Hand und mit der Faust geschlagen worden sein. Er soll gewürgt, an einen Stuhl gefesselt und kopfüber an einer Tür aufgehängt worden sein. Einige Übergriffe – sollten sie sich tatsächlich so ereignet haben – könnten nach Meinung einer Quelle aus dem Strafvollzug, „schon als Folterungen“ bezeichnet werden.

Angeklagt sind vier Gefangene – unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Erpressung und Nötigung. Der mutmaßliche Haupttäter Ismet C. ist erst 16 Jahre alt.

Doch wie kann es in der JVA zu solchen schweren Übergriffen kommen, ohne dass jemand etwas davon bemerkt? „Das Justizministerium hat bereits vor den Vorkommnissen erkannt, dass wir ein Personalproblem haben“, sagt Sozialamtmann Dietmar Müller auf Anfrage der Dewezet.

Welche umgehenden Maßnahmen ergriffen wurden, um derartigen Übergriffe zu verhindern, lesen Sie in der Dewezet.



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