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Gesunkene Zahlungsmoral stellt Baugewerbe vor Probleme

veröffentlicht am 08.06.2009 um 16:30 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Hameln (HW). Die Zahlungsmoral in Deutschland leidet zunehmend unter der Weltwirtschaftskrise. Rechnungen werden deutlich schleppender bezahlt als noch vor einem Jahr. Und Unternehmen, insbesondere Handwerksbetriebe, bleiben häufiger auf ihren Forderungen sitzen, weil ihren Kunden das Geld ausgeht. Von dieser Tendenz ist auch die heimische Region nicht ausgenommen, egal, ob es sich um die öffentliche Hand, die Industrie oder Privatpersonen handelt.
 „Die öffentliche Hand bezahlt zwar, aber der Zahlungsfluss erstickt in der Bürokratie, zumal oft Projektsteuerer eingeschaltet oder Ämter in drei Ebenen damit beschäftigt sind“, hat Karl-Wilhelm Steinmann beobachtet. Der Kreishandwerksmeister verweist dabei auf die sogenannte Verdingungsordnung für Bauleistungen (VB), die den Kommunen vorschreibt, innerhalb von 18 Tagen einen Abschlag und innerhalb von zwei Monaten die Schlusszahlung zu leisten. „Aber mit diesen Fristen gibt es zunehmend Probleme“, sagt der Bauunternehmer aus Emmerthal.

Aber auch bei den Privatleuten ist die Zahlungsmoral insbesondere im zurückliegenden schlechter geworden, wie Steinmann berichtet. „Die kunden zahlen zögerlicher. Auch drohen Ausfälle, weil kein Geld mehr da ist. Die kann der Handwerksbetrieb dann abschreiben“, begründet er und fügt an: „Die gesunkene Zahlungsmoral bereitet den Unternehmen auch Probleme, wenn es bei größeren Aufträgen um Bankbürgschaften für Vertragserfüllungen geht. Das kann sogar zum Ausschluss bei der Auftragsvergabe führen“.



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