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Patientenakademie zur Arthrose

Gesundheitsthemen verständlich erklärt

Hameln. Wenn der Gelenkknorpel abgenutzt ist und Schmerzen im Knie entstehen, können neben einem Gelenkersatz auch konservative Behandlungsansätze helfen oder gelenkerhaltende Operationen sinnvoll sein. Doch wann ist welche Therapiemaßnahme die richtige? Unter dem Motto „Medizin und Gesundheitsthemen verständlich erklärt“ informieren zum Thema Kniearthrose Prof. Dr. Stefan Hankemeier, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie am Sana-Klinikum, und sein Team am Montag, 20. Oktober, um 17.30 Uhr in den Räumen der Dewezet.

veröffentlicht am 18.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 06:41 Uhr

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Arthrose gilt als eine Volkskrankheit, die jeden treffen kann. Nach Schätzungen ist mehr als ein Drittel der Menschen über 60 Jahren davon betroffen. Arthrose ist eine Schädigung des Knorpels in den Gelenken. Bei Verschleiß reiben die Knochen bei jeder Bewegung aufeinander, sodass Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Gelenk resultieren. Konservative Therapieverfahren beinhalten Bewegungsübungen, Medikamente oder auch Spritzen in das Gelenk. Gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten wird mit den jährlich mehr als 1000 Rat suchenden Patienten in Hameln ein Therapieansatz ohne Operation gesucht, der eine verbesserte Beweglichkeit und Schmerzreduktion zum Ziel hat. Ist dieser Therapieansatz nicht mehr sinnvoll, kann häufig eine Operation helfen. Dabei sei zu prüfen, ob ein gelenkerhaltender Weg möglich ist. „Dazu können Gelenkspiegelungen gehören, bei denen eine kleine Kamera in das Knie eingeführt und durch eine schlüssellochgroße Öffnung operiert wird. Bei Fehlstellungen helfen Umstellungsoperationen, um schmerzhafte und überbelastete Bereiche des Gelenkes zu entlasten. Möglich ist auch das Einsetzen von Membranen, die den Knorpelaufbau anregen“, erklärt Hankemeier. Erst wenn diese und andere Möglichkeiten ausgeschöpft oder nicht sinnvoll seien, komme ein Gelenkersatz in Betracht.

Bei Patienten, bei denen dieser Punkt erreicht ist, wird das neue Kniegelenk bei einer durch Navigation unterstützten Operation eingesetzt. „Dabei liefert die Navigation dem Operateur, wie das Navi dem Autofahrer, viele genaue Informationen, mit denen er sicher ans Ziel kommt“, erzählt Hankemeier und ergänzt: „Das reduziert nachweislich das Risiko einer nicht ideal sitzenden Prothese.“ Neben einer erfolgreichen Operation habe aber auch die Nachbehandlung großen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Genesung. Darum werden bei der Patientenakademie am Montag auch die Krankengymnastik, die Krankenpflege sowie das Management von Rehabilitationsaufgaben beleuchtet.red



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