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Verteidiger: Opfern detaillierte Aussagen ersparen

Geständnis – Hamelner hat Kinder sexuell missbraucht

Hameln (ube). In Hannover hat ein Prozess gegen einen Hamelner begonnen: Die Staatsanwaltschaft wirft dem 34-jährigen Michael N. vor, sich an zwei minderjährigen Jungen vergangen zu haben. Dem Mann werden zehn sexuelle Übergriffe zur Last gelegt. Er muss sich wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern verantworten. Die Opfer waren zur Tatzeit 14 Jahre alt.

veröffentlicht am 06.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 01:41 Uhr

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Die Schüler sollen sich zwischen Juni 2011 und Juni 2012 in der Wohnung des Hamelners aufgehalten haben, um dort PC-Spiele zu spielen. Ein Junge soll bei dem Mann, der nach Angaben seines Strafverteidigers Uwe Behnsen pädophile Neigungen bestreitet, übernachtet haben.

Zu Beginn der Hauptverhandlung ließ der Angeklagte seinen Rechtsanwalt sprechen: Behnsen las eine Erklärung seines Mandanten vor, in der er fast alle Anklagepunkte einräumt. Eine Tat will er aber nicht begangen haben. Er habe über Weihnachten seine Eltern besucht und sei deshalb nicht in Hameln gewesen, sagte sein Anwalt. Die Jugendkammer 1 des Landgerichts stellte dieses Verfahren aus Mangel an Beweisen ein.

Man merkte dem Rechtsanwalt an, dass zwei Seelen in seiner Brust wohnen: Zum einen verteidigt er seinen Mandanten, zum anderen möchte er die Kinder schützen. Mit dem umfassenden Geständnis blieb den Opfern zumindest erspart, über Details sprechen zu müssen.

Die Kammer befragte die beiden Minderjährigen denn auch nur kurz nach ihrem Befinden. „Die Richter wollten wissen, ob die Kinder durch die Taten meines Mandanten eine schwere Gesundheitsschädigung oder eine erhebliche Schädigung ihrer körperlichen oder seelischen Entwicklung davongetragen haben“, erklärt der Strafverteidiger.

Der Prozess wird morgen, am 11., 13 und am 18. Dezember im Saal H2 jeweils um 9 Uhr fortgesetzt.



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