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Adolph und Friederike sind zurück: Mit Witz und Biss führt das Geschwisterpaar durch das neue Hamelner Museum

Geschichte, Anekdoten und etwas „neumodischer Schnickschnack“

Hameln (git). „Was ist schon die Zeit gegen eine zufriedene Schwester“, kontert Friederike Wallbaum, steuert mit den Besuchern ein weiteres Exponat des Museums an und lässt ihren Bruder Adolph verwundert stehen. Ob die wirkliche Friederike um die Jahrhundertwende auch so resolut war, bleibt für den Besucher offen. Die Premiere der neu aufgelegten szenischen Führung „Aber Adolph, die Gäste“ lebte jedenfalls vom äußerst spritzigen Dialog des Mit- beziehungsweise Gegeneinanders des historischen Geschwisterpaares, das einst das Gebäude bewohnte. 1910 vermachten die beiden ihr Elternhaus dem Museumsverein.

veröffentlicht am 09.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 06:21 Uhr

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Während Adolph keinen Hehl daraus macht, für das Alte zu schwärmen, wirbt Friederike für alles Neue, was „ihr“ Museum nun zu bieten hat. Angefangen von den klimatisierten Räumen bis hin zum Dachgeschoss, wo sehr neuzeitlich der „Sumpfblume“ als Teil der Hamelner Geschichte ein Eckchen eingeräumt wurde. Friederike Wallbaum schwärmt auch für das dicke 259-seitige liturgische Messbuch aus dem 15. Jahrhundert, das unter Glas zu sehen ist. Digital ist nun ein Durchblättern möglich. Adolphs Kommentar: „Neumodischer Schnickschnack.“

Während Friederike den gläsernen Fahrstuhl benutzt und ihre Gäste zum Mitfahren in die erste Etage einlädt, bevorzugt Adolph den, wie er sagt „sportlichen Gang über die Treppe“; schmunzelnd folgen ihm die Gäste, die nicht den Fahrstuhl gewählt haben.

„Aber Adolph, die Gäste“, ist eine etwa 90-minütige Museumsführung, die Informatives und Unterhaltung, immer am roten Faden der Hamelner Geschichte entlang hangelnd, gekonnt serviert.

Regisseurin und Dramaturgin Johanna Kunze hat die Texte für die beiden Rollen verfasst. Sie werden wieder mit Christine Gleiss, Stefanie Handschuhmacher, Claus Lindner und Heiko Fuhrmann abwechselnd besetzt. „Im Kämmerlein geschrieben, braucht die Führung ihre Zuschauer“, sagt Kunze bei der Premiere. „Diese Führung macht unser Haus noch ganz anders lebendig“, urteilt Museumsdirektorin Dr. Gesa Snell.

Nach rund drei Jahren sind Adolph und Friederike mit neuen Texten nun also wieder unterwegs – und das jeweils samstags ab 14.30 Uhr. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine vorherige Anmeldung für die Führungen erforderlich.

Hamelner Baugeschichte unterhaltsam serviert: Das „Geschwisterpaar“ Claus Lindner als Adolph und Christine Gleiss als Friederike.

Foto: git



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